Nur mal so…

…ein kleines Zitat vom Schopenhauer.

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Ich…

…spüre jeden einzelnen Muskel in meinem Körper. Jeden Knochen und die Bandscheiben schreien nah Ruhe. 

Die Ruhe gönne ich mir, denn bin gerade (wieder mal) absolut total motivationslos. 

Mein Kopf rumort voller Gedanken: mach dies, mach jenes. Die Bude muss gemacht werden. Räum auf. Staubsauge. Bring Ordnung in das Chaos!

Ich kann mich aber nicht aufraffen. Vielleicht nachher. Manchmal bekomme ich abends kleine Schübe. Ja, vielleicht dann…

Die Arbeit( mein Praktikum) strengt an. Das sind alles Bewegungsabläufe, die mein Körper nicht kennt. Aber ich zieh das durch…irgendwie.

Es gibt so viel, was ich benötige. Einen Schrank unbedingt. Vom Umzug stehen immer noch paar Kisten rum, aber ich weiß nicht wohin damit. Es fehlt ein Schrank, damit das dort untergebracht werden kann.

Aber meine Kids wachsen zu schnell. Sie brauchen Hosen. Viele neue schicke Hosen. Und neue Wintersachen. Das kostet auch wieder. Ich sage immer: Hört auf zu wachsen!! 😉

Tja, und dann diese Nachrichten über Flüchtlinge. Was ist denn nun wahr, was falsch? Geht Deutschland deswegen den Bach runter? Wird eines Tages alles eskalieren? Wie ich schon immer seid Jahren sage:Eines Tages kommt es zum großen Knall! 

Wer weiß  wie hier alles endet und werden am Ende selber zu Flüchtlingen?  Nur weil die Regierung nur Mist verzappt. Und das Volk sich gegenseitig beschimpft, statt zusammen zuhalten. Der Mensch ist viel zu verschieden. Wir werden nie auf einen Nenner kommen. Kriege hat es schon immer gegeben. Da wird sich nie was ändern.

Und das große Universum. Da hatte ich gestern früh auf dem Balkon , im Lichte des halben abgebrochenen Mondes wieder philosophiert. Wenn es keine Sonne gäbe, wie dunkel das Universum wäre. In der dunklen Weite schwirren die riesigen Gesteine umher, ohne Ziel…ich sah es bildlich vor mir.

Wie sind denn die Steine überhaupt entstanden??? Es gibt kein Nichts. Nichts kann aus dem Nichts entstehen. Unsere Vorstellungskraft reicht dafür nicht aus…. 

Einmal um die Dorfkirche 

Ich wohne fast mittendrin, irgendwie auch nicht, doch ziemlich fast am Rande der Stadt. 

Die Stadt ist groß. Sehr groß. Die ist laut und voller Leben. 

Um von einem Ende zum anderen zu kommen, sage ich immer: Es ist wie eine Weltreise!

Wer hier Urlaub machen möchte, muss viel Zeit mitbringen, um alle Sehenswürdigkeiten besichtigen zu können. 

Nun gut, ich wohne nicht mitten drin in der Mitte, aber ziemlich am Rande und trotzdem tobt das Leben vor meiner Haustüre.                         Die Autos rauschen ewig, LKWs donnern hier Tag und Nacht entlang. Krankenwagen und Feuerwehr sausen mit Tütata zwanzigmal am Tage und manchmal des Nachts über die Kreuzung. Hin und wieder knattern Hubschrauber über mich hin weg und eines Mal landete tatsächlich eins direkt vor dem Fenster. DAS war ein Krach am Morgen in der Früh, so schnell waren meine Kids noch nie wach. Da bogen sich die Bäumchen und der Rasen schlug Wellen.

Oftmals ist mir das alles zu laut, zu prall das Leben, der ewige Straßenkrach , die Menschen, das hektische Leben ….
…..dann schnappe ich mir meinen kleinen frechen Hund, gehen zusammen über die Ampel, an der Litfaßsäule vorbei. Vorbei an der Eisdiele und dem Toilettenhäuschen (50cent) , in die kleine Straße immer gerade aus….

…..herrlich! Da herrscht dann plötzlich Ruhe. Ein kleines Dörfchen mitten in der lauten prallen Stadt. 

Dort laufe ich zur Dorfkirche, am Bauern vorbei, der kleine grüne Park mit den hohen Bäumen. Man merkt nicht mehr, dass man sich in einer gigantisch großen Stadt befindet. 

Und hier genieße ich die Stille und die Ruhe.       (zumindest so lange mir kein anderer Hund entgegen kommt 😉 ) 

   
 

Das Universum und Ich

Ich sehe mich. Wie ich im Bett sitze und zum Fenster hinaus schaue, so wie ich es oft tue. Meistens auch im Liegen. Dann sehe ich die schwarze Nacht. Der Himmel ist dunkel und vereinzelte Sterne blinken dort. Sie blinken zu mir herein, und je nach dem, wie der Stand ist, seh‘ ich ganz genau zwei Sterne in einem gewissen Abstand nebeneinander. Eins scheint von der linken Fensterecke herein, das andere von der rechten Fensterecke. Lange schaue ich dem Funkeln zu, und dann wandern sie Stück für Stück weiter. Eins verschwindet. Ich rücke ein wenig, und sehe wieder beide. Und wie ich so lange lange schaue, sehe ich über diese zwei, noch mal zwei, kaum sichtbar, im geringeren Abstand nebeneinander leuchten, aber ich kann ganz vage ihr Funkeln sehen.
Später, die Erde dreht sich immerzu weiter, leuchtet ein viel größerer Stern auf, sehr groß und hell und der funkelt und blitzt und strahlt. Der sticht aus allen anderen heraus, aber dann werden meine Augen schwer und schlafe ein.

Universum

Ich sehe mich da schlafen und das große weite Universum über mir. So groß, weit und schwarz.
Ich stelle mir vor, ich könnte fliegen. Ich fliege wie ein Astronaut, aber ohne diesen Anzug, mit ausgebreiteten Armen durch das weite Weltall. Ich kann fliegen und fliegen, unendlich weit fliegen, ich komme niemals ans Ende.
Weicht es von mir? Oder ist das Universum wirklich so weit? Ich will die äußere Membran berühren in der wir gefangen sind. Aber da kommt keine. Würde ich die Hülle des Universum fühlen können? Könnte man da hindurch fliegen?
Wenn ja, was käme dann? Die große Helligkeit?
Das Negativ unseres Kosmos‘?
Ich liege da in meinem Bett und komme mir so winzig vor. Kleiner als eine Ameise, so klein wie eine Milbe. Für das Universum überhaupt nicht sichtbar.
Sind wir ein Teil von einem Ganzen? Oder ein Teil von einem anderen Teil, dass wiederum von einem Teil ist, was alles zusammen das Ganze ergibt?
Wir sind ein Glied einer endlos langen Kette, die sich schließt zu einem Kreis.
Ein Anfang und ein Ende.
Woher kommt der Anfang? Woher kommt das Universum? Konnte das wirklich aus dem Nichts entstehen? Was war vorher gewesen? Ein anderes Universum, das implodiert ist, explodiert ist?
War das Licht der Anfang? Ein kleiner Funke, so klein wie eine Milbe, noch kleiner, wie ein Atom, oder kleiner als ein Atom? War das der Anfang?
Aber woher kam das Licht, doch nicht einfach so?
Wenn es Gott gibt, wer hat Gott erschaffen? Er sich selbst? Wie konnte er sich selbst erschaffen, wenn es ihn nicht gab? Oder ist Gott das Licht, welches wir nur diesen Namen vergeben haben?
Ich bin unendlich klein in dieser unendlichen Weite. Wie eine Milbe, die versucht, die Welt zu erforschen. Die Welt ist zu groß für sie. Sie kann es niemals schaffen, diese jemals zu umrunden und wird sich fragen, was kommt da hinten am Ende des Horizont, dort, wo sie nie hin gelangen kann.
Die Milbe sieht auch den Himmel nicht, und wird sich fragen, was kommt da oben, was ist dahinter?
Sie wird niemals eine Antwort auf ihre Fragen bekommen, denn unsere Welt ist für sie unendlich, wie für uns Menschen das Universum.
Ich fragte mich eine Zeit lang, lange vor Cern, lange bevor ich je davon hörte oder ahnte, dass es so etwas geben könnte, warum man denn nicht ein Experiment starte? Eine Kapsel oder große Kugel, in der man Bedingungen schaffen könnte, die im All herrschen; Luftleer ein großes Nichts. Und dann lässt man den Urknall erzeugen.
Aber siehe da, Cern hats getan.
Was ist, wenn wir selbst ein Teil eines Experiments sind? Eingeschlossen in einer gigantischen Kapsel, erzeugt aus einem künstlichen Urknall. Unsere Erschaffer, erstaunt, das eine Erde entstand, wie die ihrer und sogar Leben. Wir!
Nun können sie das Experiment nicht abbrechen, nicht zerstören oder einfach aufhören, dass wäre das Ende unserer Leben.
Wenn sie uns in ihr Leben holen würden, wären wir nur eine Milbe auf deren ihrer Haut, oder noch viel kleiner.
Wir würden gar nicht bemerken, wenn wir über solch einen gigantischen Menschenkörper krabbeln würden. Wir sind wie eine Bakterie oder ein Virus.
Vielleicht ist das Universum ein riesengroßes Tier? Und wir nur ein Teil von dem? Schwirren durch seine Blutbahn oder Nervenbahn?
Es könnte auch alles eine große Illusion sein. Ein großes Bildband, was wir durch Gedankenkraft erzeugen, und wir nur Seelen sind, die durch einen luftleeren Raum schwirren. Wir erzeugen mit unseren Gedanken und Sinne Lichter, Farben, Raum, Zeit, Materie, Stimme, Musik und Gefühle. Wir haben vielleicht zu viel davon erzeugt, und können nun aus dem festen Zustand uns nicht lösen, haben den Beginn aller Zeiten in uns vergessen, nur der Tod bringt uns die Wahrheit, ob wir danach wieder aufwachen oder den ewigen schwarzen dunklen Schlaf des Vergessens schlafen, wo wir nichts mehr wissen, nicht wissen, dass es uns gab, jemals gegeben hat, geboren wurden, gelebt haben, geliebt haben, geweint haben und gestorben sind.
Wäre dann alles umsonst gewesen? Wäre alles umsonst gewesen, wenn danach nur noch NICHTS ist?
Woher kommen wir, wohin gehen wir, wie groß ist das Universum, gibt es ein dahinter? Fragen, die keiner wirklich exakt beantworten kann, nur wir selber, wenn wir einfach in uns horchen, und an das glauben, was sich richtig anfühlt.
Der eine so, der andere so.

Geschrieben am 18.04.2010 in einem anderem Universum

Divenire

Ich liebe dieses Stück, und wenn ich Ruhe brauche, höre ich hier rein, dann träume ich und musst dann immer an eine bestimmte Person denken.
Ein Mensch, ein Weltenwanderer, mal hier mal dort, er bleibt nie an einem Ort, hat viele Namen und Gesichter, und doch seine Seele bleibt gleich, und ich kann ihm folgen überall hin, er entwischt mir nie, doch die eine Angst bleibt: Was, wenn er doch mal fort ist, dahin, wo ich ihn nicht folgen kann?

Traumjäger/in

„Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“

Mark Twain

Ich jage jede Nacht meinen Träumen nach, halte sie fest mit meinen Händen und bin zuversichtlich, dass diese sich eines Tages erfüllen.
Manche zerplatzen wie Seifenblasen oder sie fliegen buntschillernd davon. Und andere, sie bleiben auf einem Samt-Teppich liegen und warten darauf, dass ich sie in meinen Händen halten kann wie Glaskugeln.