Pechvogel des Jahres 

Ich weiß nicht, warum es immer wieder passiert. Aber ich bin wieder in einem Wolkenbruch geraten. Nass bis auf die Haut. War mit Hund Kind abholen. Der arme Hund. 😂 Luki fand das gar nicht toll. Zu Hause ist er total abgedreht, wollte das nasse Fell überall abschubbern. Hab ihn trocken gerubbelt, er drehte trotzdem durch. 😂 Rannte wie’n Irrer durch die Wohnung. Mussten uns die nassen Klamotten wieder von der Haut schälen. Wir sahen aus, als wären wir mit Sachen in einem See gesprungen. Und die nächsten neuen Schuhe versaut. 😩

🎶Im Regen…im Regen 🎵🎶🎵…ist es doch schön…🎶 Teil 1 

🎵…und wenn ich doch nur wachsen könnt, wie die kleinen Blümelein, dann werde ich groß und stark wie ein Bäumchen klein….🎶

Aaalso, gestern war mal wieder ein suuuper Tag und wieder voll in den Wolkenbruch hineingeraten. Aber was kam es runter, alle Menschen wurden nass. Plitschplatsch, da kam der Regen runter und machte alle munter…. 

Wo ich war? In den Gärten der Welt!!! Juchhhu, es war trotzdem toll und habe eine Million und hunderttausend Bilder gemacht plus Videos dazu. Ich möchte die gerne euch alle zeigen, aber das würde den WP-Rahmen komplett auseinandersprengen. Und nun überlege ich, welche , wie und was  ich euch zeigen möchte. 

Hmmm….🤔…. oder ich kreiere ein Video daraus, was natürlich einen Haufen Zeit in Anspruch nimmt. 

Ständig ist immer Trubel um mich herum. Gerade jetzt hab ich kurz Ruhe, aber bald kommen die Kids nach Hause, dann ist Sense. Ach ich schau mal, irgendwie krieg ich das hin. 

Aber hier ein klitzekleiner Vorgeschmack, der Regen: 

Der Hunger war mächtiger als der Wolkenbruch. Mit einer Vehement blieben die Leute in der Schlange stehen, trotzten dem Regen: Ick hab Hunger, ick will meene Bratwurscht! 😂


Es prasselte wie wild. Später standen die Menschen an den Tischen, wir auch und aßen im Stehen. Die Stühle waren ja nass. 😂 

Rabenschwarz zog die Bedrohung herauf und trotzdem blieben alle gelassen… 


Hoch oben in der Seilbahn, der gewaltigen Regenfront konnten wir trotzdem nicht entfliehen. 


Hier auch noch mal die gigantische Unwetterwolke über uns. 

…. Teil 2 folgt…. 

Meine SCHREIE….

hallten durch ganz Berlin. So wie gestern, hab ich noch nie, so dermaßen, um mein Leben geschrien….

Mein Sohnemann war plötzlich da und meinte, lasst uns zur Steglitzer Woche gehen. Jetzt? Es gibt gleich Regen, entgegnete ich. Und außerdem wollten wir zur Schlosstraße Sporthosen und Geburtstagsgeschenke holen. Die Mädels sind zweimal wo eingeladen. –  Dann gehen wir danach dahin. Ist ja nicht so weit weg.

Okay, na gut. Wir machten uns startklar und was passierte? Es regnete los. Also, Jacken noch eingepackt und zwei Schirme. Fünf Stockwerke hinunter und raus. Wir wollten gerade zur Ampel flitzen, als es SCHON WIEDER volle Kanne los brach, und eine Sintflut über uns stürzte, rief ich: Alle zurück!!! Und flitzten wieder in den Hauseingang. 😂 

Wir warteten das Schlimmste ab, passten die Ampel ab und ich rief: Los! Gleich ist grün! Rannten los, über die Straße… Der Bus kommt!… und schafften es gerade so, in den Bus hinein zu springen. 

Einkaufsbummel und dann ab zu den Steglitzer Wochen. Wegen dem Wolkenbruch, und da es schon zum Abend zuging, war es total leer dort und hatten den ganzen Festplatz nur für uns, bis auf paar vereinzelte Leute. 


Sind Autoscooter gefahren ( ich auch) und mit der Raupenbahn und dann kam das Highlight! Freunde…ick sach euch, dett mach ick nie wieder! ☠️

Da war so ein Schleuderdings, was ziemlich hoch ging und mit 90 km/h umhersauste. In dieses Ding setzten wir uns rein. Mein Sohn, meine 13jährige und ich. Die kleene Maus mit ihrer Höhenangst blieb unten und filmte den ganzen Spaß. 

Also, nur wir zu dritt. Kein anderer kam dazu. Erst schaukelte es gemächlich los. Natürlich waren wir bombenfest festgeschnallt. Aber dann! Dann sauste es hoch und mit voller Karacho nach unten und wieder hoch, das Ding in dem wir saßen, drehte sich auch nochmal um die eigene Achse , dann blieben wir für paar Sekunden hoch oben in der Luft über Kopf stehen, ich sah die Welt verkehrtrum und dann rasten wir wieder runter, dann rückwärts , vorwärts, und ich schrie so um mein Leben. Krallte mich an die Halter fest, mein Kind schrie, sie wolle raaaauuuus! 🤣 Der Boden und die Bäume sausten auf mich zu, ich dachte ich sterbe…ich steeeeerbe! Aaaaaaaaah! Es war viel schlimmer als diese Flug-und Fallträume. Mein Magen hing mir sonst wo und mein Herz flog mir regelrecht aus dem Munde. Es ging fast mehrere Minuten lang. Ich konnte nicht mehr und schrie und schrie….endlich unten angekommen, Haare zerzaust, zittrige Knie, blass um die Nase, Tränen in den Augen, lachte ich mich schier kaputt. Meine filmende Tochter sagte, sie musste auch so lachen, ein paar Leute waren stehengeblieben und lachten sich alle kaputt. Ich war für einen Moment die Hauptattraktion. Meine Schreie haben so dermaßen über den Platz geschallt… ohgottohgottohgott… Nie wieder! Mein Sohn und Tochter sind später noch mal mit diesem Ding gefahren, die Lebensmüden. Bis zum Abend hatten wir alle ständig dieses Fallgefühl. Und ich, das in meinem Alter. 😆

Hier ein kleiner Ausschnitt, könnt ihr meine Schreie kurz hören. 

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Karneval der Sintflut

Endlich! Heute hatte ich es geschafft, nach Jahren, zu den Karneval der Kulturen zu gehen. Schnappte meine beiden Mädels, traf mich mit Schwester und Mutter und stürzten uns in die Menschenmassen. 

Es war voll ohne Ende, Menschen über Menschen, die Sonne schien und es wurde drückend schwül. Mit dem Strom mitlaufend, schlenderten wir von Stand zu Stand. Guckten hier, guckten da, Klamotten, Schmuck, Schuhe, Hennatattoos, Shiatsu-Massagen in kleinen Zelten, Handleser, Musik an jeder Ecke, riesige Rauchschwaden zogen von den Wurstbuden rüber, dass man dachte, da fackelte alles ab, die Gerüche vom Essen aller Nationalitäten, und all die Menschen in ihren verschiedenen Kleidern, buntgemischt, in allen Farben, von verloddert, sportlich, total hübsch oder die buntgekleideten afrikanischen Frauen oder ganz schlicht, die Ökomenschen, und Frauen stolzierten geschminkt und super gestylt, von jung bis alt, schreiende Babys, lachende Kinder, Hunde, die den Beinen auswichen oder getragen wurden. Lachende, fröhliche Menschen, laut singend, in die Hände klatschend, tanzende Frauen und Männer aller Altersstufen, sogar ein älterer Herr tanzte die wild….so viel, so bunt, ein stetiges, lautes Treiben….

Meine Nerven lagen für kurz blank, da für mich so viele Menschen der Horror sind, ich konnte mich nicht mehr fokussieren, alle Eindrücke stürzten auf mich ein…ich versuchte den Tunnelblick anzuwenden, aber ich musste um mich schauen, alles sehen, hören, riechen…

Zwischendurch aßen die Kids eene Bratwurscht, tranken an einem Stand Fliederwasser, dann schlürften wir direkt aus einer Kokosnuss. Später gab es Empanada oder wie die Teigtaschen heißen und zur Nachspeise so ein Keks aus Maismehl und Sahnekaramell, boah! war das lecker!!! Und weiter ging es, kaufte meiner einen Tochter einen wasserdichten Rucksackbeutel, die gerade in sind, probierten coole Sandalen aus, an einem Stand testeten wir die Miniinstrumente, buntes Slusheis gab es noch und für uns Erwachsene bestellten wir Caipirania…äh nein..Caipirinia 😂, mit einer enormen Mischung, die echt reinhaute, fanden einen Platz zum Hinsetzen…

….und da sahen wir schon die dicken, schwarzen Wolken auf uns zukommen. Wir schafften es noch auszutrinken und dachten, es wird bestimmt ein bisschen tröppeln und das wär’s dann wohl. OH NEIN! Es kam heftig runter. Nicht nur heftig, ein wahrer Sintflut, ein Sturzbach, ein Megawolkenbruch brach über uns zusammen. Es regnete, nein es kam runter, wie aus Eimern, so schnell und plötzlich, dass wir nicht mehr die Möglichkeit bekamen, zu flüchten. Wir wussten noch nicht mal wohin. Es gab nichts unterzustellen. Die meisten Buden hatten nur so kleine Vorbaus, wo schon all die Menschenmassen sich zusammendrängten. Unser Teestand, wo wir gerade uns befanden, hatte gar keinen Vorbau. Wenigsten schützte der Baum uns ein wenig. Ich kaufte derweil mir, während ich nass und nasser wurde, schnell noch Dattel- und Moringatee, für das Arganöl gingen meine Nerven flöten und wollte nur noch weg. Wir drängten uns zu sechs bei meiner Mama unter ihrem Minischirm, aber es stürzte immerzu weiter über uns ein. Meine Größere hielt ihren neuen Rucksack über ihren Kopf und die Kleinere versuchte sich mit ihrer Jeansjacke zu schützen. Es brachte alles nichts. Es wurde immer schlimmer und schlimmer, es hörte nicht auf. Die Menschen rannten, suchten Schutz, überall standen sie dicht zusammen , für uns war kein Platz mehr… wir rannten zum nächsten Baum, aber es brachte nichts, alle wurden wir nass, bis auf die Knochen….jemand lief fröhlich mit ausgebreiteten Armen durch den Regen, andere gröhlten ihm fröhlich zu…unter einer anderen Bude standen die Menschen wie eine Pyramide aufgestellt, lachten und riefen und prosteten uns mit Bier zu…wir liefen dann los, es brachte eh nix mehr, wir waren pitschnass und froren wie die Schneider. Riesige Pfützen bildeten sich, eine Frau rannte versehentlich hinein und schrie, kleine fließende Bäche flossen den Weg entlang. Ausweichen war nicht mehr möglich und das Regenwasser weichte unsere Schuhe auf und durchnässte unsere Socken. Wir liefen immer weiter im Eiltempo Richtung U-Bahn und endlich kam der ersehnte Schacht, und mussten an den Stufen stoppen, denn auch hier standen all die Menschen dichtgedrängt bis hinunter, auch hier wurde gelacht und gejauchzt, jemand ließ laute Musik aus Lautsprechern laufen und sie tanzten unten in der U-Bahnstation. 

Und weiter und weiter quetschten wir uns an dichtgedrängten Leibern hindurch, endlich im Trockenen, die Klamotten klebten unangenehm auf der Haut, wir froren erbärmlich und wollten nur noch nach Hause, aber wir nahmen es mit Humor und lachten über uns selbst, wie wir aussahen, so nass und dreckig die Hosen, es triefte und tropfte, die T-Shirts konnte man auswringen. Eine Frau kam uns entgegen aus der U-Bahn und fragte, ob es noch so regnete und wir ja so nass wären…. dann funktionierte der Fahrkartenschalter nicht, das Geld fiel dauernd durch, so fuhren wir „schwarz“ Richtung nach Hause. 

Der Regen hatte aufgehört und das Rot der goldenen Abendsonne leuchtete auf. Zu Hause befreiten wir uns, besser gesagt, schälten wir uns aus den nassen Klamotten, die wie eine zweite Haut an uns klebte. Selbst bis auf die Unterhosen waren wir nass. Warfen alles in die Waschmaschine und jeder hopse unter die Dusche und ich kochte dann den leckeren Datteltee. 

Wieder aufgewärmt, trocken, in unseren gemütlichen Hausklamotten, gönnte ich mir kurz eine Verschnaufpause, dann schnappte ich den Hund und ging hinunter zum Teich. Dort genoss ich die Ruhe und Stille und es war gerade weit und breit kein Mensch. Und die Sonne leuchtete golden. 




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