„Die letzten Worte eines Pilzessers:…

…diese Art ist mir noch neu…“ 😅


Wenn´s viele Schwämme hat, gibt´s einen strengen Winter  – Bauernweisheit


„Wer Pilze sucht, und sich nicht bückt, ist verrückt“

„Der Pilz:

Ein armer Tropf,

hat einen Hut und keinen Kopf,

nur einen Fuß und keinen Schuh'“

Unbekannt


Der dänische Märchenautor Hans Christian Andersen zog sich sehr schlampig an. Einmal fragte ihn ein junger Giftpilz: „Dieses jämmerliche Ding auf ihrem Kopf nennen Sie Hut?“ Andersen blieb aber ruhig und antwortete: “Dieses jämmerliche Ding unter ihrem Hut nennen Sie Kopf?“ – Hans Christian Andersen 

Auch ich habe ein paar Pilze gefunden. Allerdings war ich nicht auf Suche, diese habe ich nur rein zufällig gefunden. Leider nicht so spektakulär wie manch eure Bilder, denn ich hatte ja nur die Handycam. 

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Goethe an der U-Bahn getroffen 

Da war er, der Goethe. Stand dort irgendwo in Berlin unten an der U-Bahnstation. Ohne zu fragen, machte ich einfach mal schnell ein Foto. Ich glaube nicht, dass der Poet etwas dagegen hätte. Und ich fand, es passt doch gerade zu unserer Jahreszeit. 


Ihro Hoheit 

der Prinzessin Auguste von Sachsen- Weimar und -Eisenach 

mit Elsheimers Morgen. Aurora, zum 30. September 1820

Alle Pappeln hoch in Lüften, 

Jeder Strauch in seinen Düften, 

Alle sehn sich nach dir um; 

Berge schauen dort herüber, 

Leuchten schön und jauchzten lieber; 

Doch der schöne Tag ist stumm.
Lust-Schalmeien will man hören, 

Flöten, Hörner und von Chören 

Alles, was nur Freude regt. 

Selbst an seiner strengen Kette 

Springt das Freundchen um die Wette, 

Immer hin und her bewegt.
Und so täuschen wir die Ferne, 

Segnen alle holden Sterne, 

Die mit Gaben dich geschmückt. 

Neue Freude, neue Lieder 

Grüßen dich! Erscheine wieder, 

Denn der neue Frühling blickt.

All meine Wünsche 

Eines Tages kam eine kleine Blumenfee angeflogen und sagte zu mir: Du darfst dir was wünschen. Nicht nur drei Wünsche wie üblich, sondern alles. Alles was du möchtest!

Voller Begeisterung sagte ich ihr all meine Wünsche auf. Da kam sehr viel zusammen.

Nun saß ich fröhlich und glücklich in meinem großen Schloss mit einem riesigen Garten, 100 Zimmer und Geld wie Heu. Jeden Tag lief ich voller Freude alle Zimmer ab. Ein Zimmer voller Schuhe, ein Zimmer voller Klamotten, ein Zimmer voller Naschzeug, eins mit Schmuck und so ging es immer zu weiter. Reiste um die ganze Welt, von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, ging jeden Tag einkaufen und tat alles was ich wollte.

Nach ein paar Wochen kam die Fee wieder und fragte mich, ob ich noch glücklich sei. Natürlich! Denn ich habe alles was ich mir nur wünschen kann.

Ein paar Wochen später wieder fragte die Fee abermals. Ja, ich hab ja alles, sagte ich etwas weniger begeistert aber fröhlich.

Wieder verstrichen einige Wochen und die Fee erschien. Bist du noch immer glücklich? Aber ja, meine Wünsche sind alle erfüllt, rief ich mit verlorenen Glanz in den Augen.

Einige Zeit verstrich, und wieder fragte mich die Fee. Und meine Antwort fiel nur kurz und knapp aus, dass ich glücklich sei. Ohne Freude und Begeisterung.

Bist du dir sicher?, hakte die kleine Blumenfee nach. Ich nickte traurig.

Dann wieder nach einer langen Zeit kam das Feelein noch einmal und fragte: Bist du dir sicher, dass du glücklich bist?

Eigentlich sollte ich das, antwortete ich. Aber ich fühle mich so dumpf und abgestumpft. Ich habe alles was mein Herz begehrt und dennoch fühle ich mich traurig.

Woran könnte es liegen? ,hakte die Fee nach.

Ich grübelte kurz und sagte: Ich habe keine Wünsche mehr. Es gibt keine Träume mehr. Es ist alles weg im Kopf und im Herzen.

Möchtest du wieder wünschen können?

Ja, rief ich.

Dann musst du mir alles wieder zurück geben, was ich dir gegeben habe, dann bist du frei und hast neue Wünsche und deine Träume wieder.

Und so gab ich ihr alles zurück, ging zurück in mein bescheidenes Häuschen und war wieder der glücklichste Mensch auf Erden.

Danke liebes Blumenmädchen für die Inspiration, für die Zitate und all deine schönen Blumenbilder. 

Secret Garden…  zum Licht gewand | Lovely Rita Flowermaid
https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/11/10/secret-garden-zum-licht-gewant/

Sommersonnenarme 

Die langen warmen Sommersonnenarme klammern sich an den Herbst. 

Und der Herbst hat noch die Möglichkeit, sich von seiner freundlichen, goldenen Seite zu zeigen.

Doch unser schöner blauer Planet wird sich weiter drehen und die langen, warmen Sonnenarme werden kürzer. 

Und der Herbst befreit sich dann aus den Fängen des Sommers. Ungemütlich, grau und nasskalt wird er sich über uns werfen. 

„Grüßt mir den Winter“, ruft der Sommer, der seine Sommersonnenarme um mich schlingt. 

„Ja, natürlich. Denn ihr zwei werdet euch nie begegnen.“ 

Vom Zauber zweier Musen…

…wurde ich geküsst.

Ich las dieses wunderbare Gedicht bei Fin , geschrieben von ihm und Bruni.

So schön vom Zauber der Nacht, vom seidenen Licht des Mondes umwoben, ließ ich mich von einer Macht treiben, die dieses Video erschufen. Mit Musik untermalt, von meinem Lieblingspianisten Ludovico. Lasst euch für für 1 Minute und 29 Sekunden verzaubern.

 

 

 

 

UTOPIA

https://finbarsgift.wordpress.com/2016/02/16/gavarnie/
Da stolperte ich bei Finbar über diesen Eintrag, im englischen nicht so gut bewandert, aber Bilder kann ich immerhin noch gut erkennen und so staunte ich über dieses Bild dort und dachte: das kommt mir doch bekannt vor.

Mir fiel sofort das Buch „Utopia“ von Thomas Morus ein. Stand auf, griff in den unteren Bücherregal, da ich genau wusste, wo es bei meinen 300 Büchern steht, und schaute auf das Cover. Nicht exakt das gleiche. Es war wohl der Wasserfall, der die Felskante hinab stürzt, was sich in meinem  Unterbewusstsein verankert hatte.

  
Das Buch bekam ich vor 3 Jahren als Tipp, was sich in einem Gespräch herauskristallisiert hatte, weil mein Sohn immerzu davon erzählte, wie er die Welt verbessern möchte. Und in der Hinsicht fast größenwahnsinnig ist. Aber um das zu schaffen, bräuchte er eine sehr große Anhängerschaft. Er lebt aber als Einzelgänger vor sich hin und wenn er zu Besuch ist, strömen dann all seine Gedanken aus und kann mir vielen Quatsch und aber viel interessantes anhören.

Naja…. Utopia! Das Buch steht nun schon drei Jahre im Regal rum, hat einen Umzug überstanden und kam wieder an seinen alten Platz. 

Gelesen habe ich es noch nicht. Bin nur bis Seite 19 gekommen und weiß jetzt gar nicht mehr, was ich da gelesen hab. Dieses Buch kann man nicht einfach mal so durchlesen. Es enthält viel philosphisches, und dann fängt man beim Lesen an zu denken. 

   
  

Thomas Morus wurde am 7. Februar 1478 geboren. Also liegt das ganze recht weit zurück. Gestorben ist er durch Enthauptung am 6. Juli 1535 . Er war einer der größten humanistischen Denker und Staatsmänner Englands und pflegte engen Kontakt zu Vertretern des europäischen Humanismus, etwas zu Erasmus von Rotterdam.

Mit seinem Hauptwerk „De optimo reipublicae statu deque nova insula Utopia“, das erstmals 1516 auf Neulateinisch in Löwen erschien, begründete er die literarische Gattung der Utopie, die sich im 20. Jahrhundert bis zu den großen Dystopien H.G. Wells, Aldous Huxleys, George Orwells, und zur Science-Fiction weiterentwickelte. 

Na, klingt doch recht interessant und wer gerne philosophiert…. Ich glaube, ich sollte das Buch wieder in angriff nehmen.

Ach! Apropos Aldous Huxleys, hab ich nicht davon auch ein Buch? ….Moment! …..Stuhl wegschieb…ganz unten wo muss es sein…Bücher rumrücke…Staub…hust…AAAAH!

Da ist es! „SCHÖNE NEUE WELT“ Dieses Buch ist auch Klasse und hatte es damals sogar zweimal gelesen. Das habe ich vor fast 23 Jahren von einem verrückten Nachbar geschenkt bekommen. 😂

Und jetzt holt der Alltag mich wieder ein, ich zische mal wieder ab in die reale Welt. Bis dann ihr Lieben! 🌨❄️☃

Auf einem Ast…

…sammelten sich viele kleine Regentropfen. Die liefen in der Maserung des Holzes zusammen. Vereinten sich und wurden zu einem großen Tropfen.

Ein großer, im Schein der Straßenlaternen, schillernder Regentropfen hing dann schwer vom Ast herunter.

Immer weiter plätscherte der Regen herunter auf den Ast und kleine Rinnsale flossen weiter zum großen Tropfen.

Dick und schwer hängend konnte ihn nichts mehr halten als der dicke Wassertropfen dann fiel.

Er fiel und fiel, langsam und gemächlich, funkelnd und schillernd…nicht vor mir, nicht hinter mir, es platschte direkt auf meinem Kopf.

Kalte Hände tief in den Taschen, wischte ich ihn nicht fort. Zu Hause vergaß ich die kleine Wasserperle.

Und als ich mich wieder erinnerte, berührte ich mein Haupte. Aber da war der Regentropfen längst verdunstet.

Ein Regentropfen müsste man sein. So kommt  man um die ganze Welt. Man tropft herunter, verdunstet, steigt auf, um an anderer Stelle wieder zu fallen.

Zum Beispiel auf dem Kopf eines Menschen, dass durch nasskalte Straßen, unter den Bäumen, unter den Ästen, dahinflitzt.