Das Eismädchen

Letztens bin ich beim Durchforsten einiger Erinnerungen auf eine Geschichte gestoßen. So eine ganz kleine, superkurze Geschichte. Und dachte so, ja hübsch geschrieben. Sag mal, hab ich die geschrieben??? Tatsächlich! Ich selbst. 🤣 Im ersten Moment konnte ich mich überhaupt gar nicht erinnern, dass ich die tatsächlich geschrieben hatte. Und überlegte, wie ich darauf gekommen bin. Da dachte ich mir, das es an diesem Tag wohl sehr kalt draußen gewesen war. Und während ich so bitterlich fror, habe ich mir diese Geschichte zusammengesponnen.

Eismädchen

Damals vor vielen vielen Jahren brach eines Tages ein eiskalter Winter herein. Der war so kalt, das alles gefror.

Die Tiere, die Bäume und Pflanzen, und sehr viele Menschen erfroren. Sie wurden alle zu Eissäulen.

Nur ein Mädchen nicht. Sie blieb warm und rosig und war auch ganz weich. Sie konnte jeden Tag im kurzen Hemdchen herumtanzen, das war ganz weiß wie Schnee. Und ihre Schuhchen waren in einem klaren hellblau wie das gefrorene Eis. Kleine Ballettschuhchen waren das.

So tanzte sie jeden Tag durch die Straßen, während alles um sie herum erfror und erstarrte, und die Überlebenden waren verwundert wie sie das mache.

Eines Tages ging eine Frau auf sie zu und fragte sie. Da lachte das weiße Mädchen laut mit einer klirrenden Stimme und sang:

„Ich bin das Eismädchen!“ Und tanzte weiter und weiter.

Und wenn sie nicht gestorben ist, so tanzt sie noch heute durch die Straßen und lässt es um sich herum gefrieren. Also, nehmt Euch in acht, wenn Ihr sie seht.

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Die Katja, die immerzu ihren Kopf verlor 😂

wir waren alle mal bei blog.de

Spielzeuge gab es früher nicht so zuhauf wie heute. Man konnte sich an einer einzigen Sache stundenlang begeistern.

Aber Lieblingsspielzeuge hatte ich nicht wirklich, das wechselte sich dann doch immer mal. Aber was ich hatte, war eine Puppe. Klar, welches Mädchen hat keine Puppe. 😂

Aber meine Puppe war etwas besonderes. Die war so groß wie ein echtes Baby. Und ich hatte dazu jede Menge Strampler und Jäckchen und Windeln und Mützen. Alles was ein Baby halt braucht. Ich weiß nicht mehr, wann ich die geschenkt bekam, aber ich weiß, dass ich total glücklich war. Nun hatte ich etwas, um das ich mich kümmern konnte. Und als man mich fragte, wie sie nun hieße, entschied ich mich spontan auf Katja. Einfach so. Von da an war es meine Puppe Katja.

Später sammelte ich auch von meiner einen Schwester die Strampler, die ich meiner Katja anzog. Einen schicken Puppenwagen bekam ich…

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Als die Mauer fiel…

Wir haben wieder tolle neue Themen, unter anderem, über den Fall der Mauer. Hier gebe ich euch einen Einblick in meine abenteuerreiche Flucht in den den Westen.

wir waren alle mal bei blog.de

…hatten wir das Abenteuer: „Flucht in den Westen“ hinter uns. Vom Sozialismus in den Kapitalismus. Ins gelobte, goldene Land der vielen Möglichkeiten.

( Lehnt euch zurück, nehmt was zu Trinken und Knabberzeug, der Text wird jetzt sehr lang. )

Dahin, wohin ich nie wollte, in eine Ellenbogengesellschaft, in der ich untergehen würde, sagte man mir, kleines verschüchtertes Ding, immer. Aber ich schwor mir insgeheim, dass ich mich niemals unterkriegen lasse. Und trotzdem war da die Angst, denn was uns die roten kommunistischen Lehrer tagtäglich prophezeiten, was uns dort erwartete, war eher der Horror. Nein, ich wollte im sozialistischen Land bleiben. Ich glaubte den Lehrern und meine Mutter versuchte es mir wieder auszureden, dass das alles nur eine Lüge sei. – Als das alles anfing, war ich damals 16 Jahre alt. Aber erst mal von ganz vorne.

Im Sommer 1989 fuhren wir in den Ferien nach Bulgarien. Meine Mutter, ihr Freund…

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