Die beinlose Spinne 

Es war einmal vor viielen viiielen Jahren, da wurde eine kleine Spinne geboren. Mit ihr zusammen hunderte kleine Spinnengeschwister. Alle wuselten um die Spinnenmama, nur die eine kleine Spinne nicht. Neugierig schauten alle zu dieser einen kleinen Spinne. Die lag da und wackelte hin und her. Sie sah auch gaaanz anders aus. 

Die kleine Spinne hatte keine Beine. Oje! Aber doch, wenn man genau hinsah, sah man 6 kleine Härchen rausgucken. …bingbingbing, drei links, …bingbingbing, drei rechts. Und da lag sie nun und konnte nicht mitwuseln. Sie kullerte immerzu hin und her und ächzte:“Äh…äh…äh…!“ Und kam einfach nicht vom Fleck.

Da lachten sich alle Spinnenkinder kaputt, stoben auseinander und verschwanden. Rannten alle weg in ihr neues Leben. 

Weinend lag die kleine Kullerspinne nun da:“Hühühüüü!“ Und da kam dann ihre Spinnenmama angekrabbelt. „Eigentlich könnte ich dich ja fressen“, sagte sie. Erschrocken blickte das Kullerspinnenbaby seine langbeinige Spinnenmama an. Aber sie schaute ganz lieb aus. Nein, sie will nicht ihr Spinnenbaby fressen, denn diese Spinnenmama hat sooooo ein grooooßes Herz (mit den Händen ein Riesen Herz forme).

Da nahm sie ihr Babyspinnchen, das so klein und kullerrund war ohne seine Beinchen, in ihre langen Spinnenarme. Und wiegte es lieb hin und her….mmmh…hmmmm…mmmh…hmmmm…summte es und flüsterte:“Eines Tages wirst du groß und stark werden. Deine Beinchen werden wachsen und länger als alle anderen sein. Die längsten Spinnenbeinde der Welt.“

Da freute sich die kleine winzige Spinne und fragte:“Darf ich dann die Menschen erschrecken?“ 

  🕷 

Das Licht und die Dunkelheit 

Aus dem Nichts bin ich entstanden. Aus dem Nichts habe ich mich selbst erschaffen. Das Nichts ist nicht, was nicht ist. Es ist die Ewigkeit. Dort ist das Licht und die Dunkelheit. 

Aber das versteht dein kleines begrenztes, menschliche Gehirn nicht. Für dich ist es unvorstellbar und unmöglich. Für dich gibt es ein Anfang und ein Ende. Die Unendlichkeit geht über dein Vorstellungsvermögen hinaus. 

Ich bin das große Nichts. Ich existiere nicht und bin dennoch da. Man kann mich nicht sehen und berühren. Ich bin unendlich, ich bin das Licht und die Dunkelheit. 

Für alles gibt es ein Gegenstück. Dort wo es die Helligkeit gibt, gibt es die Finsternis. Dort wo Liebe ist, ist der Hass. Und wo die Hitze des Feuers lodert, herrscht eisige Kälte. Dort wo Leben ist, ist der Tod.  

Komm mit du kleines Menschlein, ich zeige dir die Unendlichkeit. Du glaubst, das Universum erscheint so riesig, das man meinen möchte, es ist unendlich. Aber nichts kann unendlich sein, und willst glauben, dass das weite All eine Grenze besitzt. Komm, flieg mit mir, fliegen wir zum Rand des Universums. 

Sieh dir all die Planeten an, all die Sterne, Kometen, Meteoriten und Sonnen. Es gibt Abermillionen unendlich viele davon. Allein die Milchstraße, wie ihr sie gerne nennt, sieh nur wie groß diese ist. Wie sie sich dreht und windet, langsam und gemächlich. Glaubst du, das hatte alles ein Gott erschaffen, hat seine riesigen Arme ausgebreitet wie ein Zauberkünstler? Der Gott, der hoch droben auf seinem Wolkenthron sitzt und zu euch herabblickt? Etwas was man nicht sehen und fühlen kann, das Licht und Dunkelheit in sich birgt. Bin ich das? Ihr gebt für alles einen Namen. Und ich bin Gott? Ich bin das Nichts!

Lass uns weiter fliegen, fühle und sehe, wie alles an dir vorbei rauscht. Die Milchstraße ist nun weit weit hinter uns. Die Sonne nur noch ein Punkt, die sieht jetzt aus wie ein weit entfernter Stern, der funkelt. Um dich herum ist nichts, was dir bekannt ist. Planeten und Sterne entstehen und andere explodieren vor deinen Augen. Gesteinsbrocken rasen mit enormer Geschwindigkeit an uns vorbei, grelle, heiße Funken sprühen um uns herum. Trostlose tote Planeten aus Gestein rotieren vor sich hin. Hab keine Angst, dir wird nichts geschehen. 

Und nun umhüllt uns die ewige Dunkelheit. Alles haben wir hinter uns gelassen. Wir fliegen mitten durch die dunkelste Schwärze hindurch, wo alles Licht verschluckt wird. In das finstere Nichts. Ich bin die Dunkelheit. 

Sieh nur, dort kommt eine gigantische Spiegelwand auf uns zu. Es spiegelt unser Universum. Kannst du dich selbst darin sehen? Nein, du siehst dich nicht. Du bist eine Seele in der Unendlichkeit. Eine Seele kann man nicht sehen. Dein Körper ist nur ein Gefäß, was du auf der Erde zurückgelassen hast. Ein Gefäß, wie eine Glühbirne, die leuchtet. Und wenn diese zerbirst, ist das Licht erloschen, aber nicht der Strom, der darin fließt. Der Strom ist wie die Seele, dass du nicht sehen kannst, nur wenn es ein Gefäß oder feste Materie besitzt, dann kannst du es leuchten sehen. Die Seele ist das Licht. 

Lass uns hinter den Spiegel des Universums schauen. Was glaubst du, was du sehen wirst? Das Gegenteil von der Dunkelheit? Das weite, weiße Licht? Die grelle Helligkeit, die dich fast zum Erblinden bringt? Schau nur nach, flieg mit mir hinein. Vielleicht siehst du andere Farben, Farben, die du nie gesehen hast, die nicht in deiner Vorstellungskraft existieren und nicht benennen kannst. Flieg mit mir ins helle Licht. Ich bin das Licht.

Du hast gedacht, hier ist das Ende des Universum. Kannst es berühren wie eine Membran. Dein Kopf hindurchstecken und andere Universen erblicken, die wie Seifenblasen aneinander haften. Nichts von alledem ist dies so. Hier in der unendlichen Weite der Helligkeit leben die Seelen. Hier aus dem Licht kommen sie, fliegen weit zu anderen Orten, suchen sich Planeten und Sonnen. Sie können weder verbrennen noch erfrieren. Sie müssen nicht atmen und ersticken nicht. Sie sind hier so frei und alles ist im Licht der Liebe getaucht. 

Lass uns in diesem Lichte baden, nimm die Wärme und Güte in dir auf. Lass allen Schmerz des irdischen hinter dir. Sei eins mit dem Licht und mit dir. Du hast nur diesen einen Moment. Denn wirst zurückkehren müssen, zu deinem körperlichen Gefäß. So wie viele andere Seelen es hier auch tun. Sie sind auf der Suche nach einer festen Materie, nach einer Begrenzung und Schwerkraft.

Dann reisen sie Richtung Erde, der einzige Planet im gesamten Universum auf dem Leben herrscht. Hast du wirklich geglaubt, es gäbe noch anderes Leben? Kannst du es nicht fassen, in deinem winzigen kleinen Gehirn, dass ihr die einzigen in der großen Ewigkeit seid? Du denkst, irgendwo muss doch noch anderes Leben existieren? Nein! Es gibt keine weitere Erde, ihr seid die einzigen dort. Einzig und allein, so winzig und unbedeutend. 

Was meinst du, was nach dem großen Licht kommt? Ist es nun das Ende? Komm, du Winzling, flieg mit mir weiter. Und sieh, wohin wir reisen. Sieh dich um, und fühle wie du durch die Ewigkeit rast, schneller als das Licht selbst und dann plötzlich, bist du wieder von Dunkelheit umgeben. Die ewige Finsternis. Die tiefe Schwärze, die dich umgibt. Du siehst nichts. Ich bin die Dunkelheit. Ich bin das Nichts. 

Fühlst du das? Spürst du es? Wie ein warmer Atem, der um dich fließt. Das sind die Seelen der Dunkelheit. Sie suchen die Helligkeit, sie schweben durch das ewige Dunkle, wie Motten  zum Licht. Jede Seele ist einer Prüfung unterzogen. Sie können fallen und aufsteigen. Es ist ein Prozess. Es hält alles im Gang. Das Universum hat keine Anfang und kein Ende. Es ist in sich selbst geschlossen. Es atmet ein und wieder aus. Du kannst fliegen und schweben bis in alle Ewigkeit, es ist ein Kreislauf, der sich immer wieder schließt, der sich dreht und rotiert. Du wirst weder das Ende noch den Anfang finden. 

Flieg zurück, werde wieder eins mit deinem Körper. Du bist nur ein winzig kleines Menschlein, du bist nur ein Atom im gesamten Universum. Du bist ein Nichts. So unbedeutend in diesem gigantischem Universum. Verweile auf deiner Erde, unterliege die Schwerkraft, erleide Schmerzen, Freude, Liebe, Leid…lebe und sterbe. 

Vergiss nicht deine innere Mitte, denn dort sitzt deine Seele. Du bist nur ein Gefäß, das geboren wurde, eine Eigendynamik entwickelt, fortlebt mit den menschlichen Gedanken im begrenzten Gehirn. Aber vergiss nicht die Seele, die zu dir schreit, achte auf sie, hege und pflege sie. Viele glauben nicht daran, auch wenn sie die innere Stimme hören, sind sie der Meinung, es ist der eigene Gedanke, der Zwiegespräch mit dir führt. 

Flieg zurück, du kleines Nichts, reise zurück durch die weite Zeitlosigkeit. Durch Licht und Dunkelheit. Kehre heim an deinem Ort. Ich bin nicht Gott, ich bin kein Engel. Ich bin nicht die Überseele, weder Himmel noch Hölle. 

Ich bin das Nichts!

Ich bin das Licht und die Dunkelheit…. 


All meine Wünsche 

Eines Tages kam eine kleine Blumenfee angeflogen und sagte zu mir: Du darfst dir was wünschen. Nicht nur drei Wünsche wie üblich, sondern alles. Alles was du möchtest!

Voller Begeisterung sagte ich ihr all meine Wünsche auf. Da kam sehr viel zusammen.

Nun saß ich fröhlich und glücklich in meinem großen Schloss mit einem riesigen Garten, 100 Zimmer und Geld wie Heu. Jeden Tag lief ich voller Freude alle Zimmer ab. Ein Zimmer voller Schuhe, ein Zimmer voller Klamotten, ein Zimmer voller Naschzeug, eins mit Schmuck und so ging es immer zu weiter. Reiste um die ganze Welt, von Land zu Land, von Stadt zu Stadt, ging jeden Tag einkaufen und tat alles was ich wollte.

Nach ein paar Wochen kam die Fee wieder und fragte mich, ob ich noch glücklich sei. Natürlich! Denn ich habe alles was ich mir nur wünschen kann.

Ein paar Wochen später wieder fragte die Fee abermals. Ja, ich hab ja alles, sagte ich etwas weniger begeistert aber fröhlich.

Wieder verstrichen einige Wochen und die Fee erschien. Bist du noch immer glücklich? Aber ja, meine Wünsche sind alle erfüllt, rief ich mit verlorenen Glanz in den Augen.

Einige Zeit verstrich, und wieder fragte mich die Fee. Und meine Antwort fiel nur kurz und knapp aus, dass ich glücklich sei. Ohne Freude und Begeisterung.

Bist du dir sicher?, hakte die kleine Blumenfee nach. Ich nickte traurig.

Dann wieder nach einer langen Zeit kam das Feelein noch einmal und fragte: Bist du dir sicher, dass du glücklich bist?

Eigentlich sollte ich das, antwortete ich. Aber ich fühle mich so dumpf und abgestumpft. Ich habe alles was mein Herz begehrt und dennoch fühle ich mich traurig.

Woran könnte es liegen? ,hakte die Fee nach.

Ich grübelte kurz und sagte: Ich habe keine Wünsche mehr. Es gibt keine Träume mehr. Es ist alles weg im Kopf und im Herzen.

Möchtest du wieder wünschen können?

Ja, rief ich.

Dann musst du mir alles wieder zurück geben, was ich dir gegeben habe, dann bist du frei und hast neue Wünsche und deine Träume wieder.

Und so gab ich ihr alles zurück, ging zurück in mein bescheidenes Häuschen und war wieder der glücklichste Mensch auf Erden.

Danke liebes Blumenmädchen für die Inspiration, für die Zitate und all deine schönen Blumenbilder. 

Secret Garden…  zum Licht gewand | Lovely Rita Flowermaid
https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/11/10/secret-garden-zum-licht-gewant/

Sommersonnenarme 

Die langen warmen Sommersonnenarme klammern sich an den Herbst. 

Und der Herbst hat noch die Möglichkeit, sich von seiner freundlichen, goldenen Seite zu zeigen.

Doch unser schöner blauer Planet wird sich weiter drehen und die langen, warmen Sonnenarme werden kürzer. 

Und der Herbst befreit sich dann aus den Fängen des Sommers. Ungemütlich, grau und nasskalt wird er sich über uns werfen. 

„Grüßt mir den Winter“, ruft der Sommer, der seine Sommersonnenarme um mich schlingt. 

„Ja, natürlich. Denn ihr zwei werdet euch nie begegnen.“ 

Liebe ist…

…wie eine Rose, sie ist schön und doch sticht sie. Jetzt wird es ein bisschen kitschig und hab mal ein altes Video von mir rausgekramt. 😅 

„Liebe ist, wie wildes Wasser. Das sich durch Felsen zwängt.

Liebe ist, sowie ein Messer. Das dir im Herzen brennt. 

Sie ist süß und sie ist bitter, ein Sturmwind und ein Hauch.

Für mich ist sie eine Rose, für Dich ein Dornenstrauch.
Wer nie weint und niemals trauert, der weiß auch nichts vom Glück.

Wer nur sucht, was ewig dauert, versäumt den Augenblick.

Wer nie nimmt, kann auch nicht geben. Und wer ein Leben lang, immer Angst hat vor dem sterben, fängt nie zu leben an.

Wenn du denkst, du bist verlassen, und kein Weg führt aus der Nacht. Fängst du an, die Welt zu hassen, die nur andere glücklich macht.

Doch vergiss’, nicht an den Zweig dort, der beinah im Schnee erfror, blüht im Frühjahr eine Rose, 

so schön wie nie zuvor.“ 
https://youtu.be/18waf-PKdjw

Schwalbenspiel

Wenn ich auf meinem Balkon sitze, dann liebe ich es, wenn die Schwalben ganz dicht, hoch piepsend an mir vorbei fliegen. Immer mehrere zusammen, große Schleifen fliegend, als würde sie gemeinsam in der Luft spielen und toben. 

Da kam ich einfach mal auf die Idee, mein iMovie auszuprobieren, da ich versucht hatte, die kleinen süßen Piepsis zu fotografieren. 

Der Fisch auf dem Tisch 

Der Fisch auf dem Tisch war noch ganz frisch 

Er konnte sich nicht regen 

Und wollte sich im Wasser bewegen

Da sauste herab ein Beil

Wollte ihn schlagen in zwei Teil‘

Der Fisch schrie:“ Oh nein! Oh nein!

Liebes Beil, lass das sein!“

Das Beil rief:“ Ich habe keinen Verstand

Sag das lieber am Stiel der Hand!“

“ Oh Hand, lass dies bleiben 

Ich will nicht enden in kleine Scheiben!“

„Das sag lieber dem Arm,

Dem ist vor Freude schon ganz warm!“

Der Arm, der sich schon beugte

Der Fisch voller Angst und Bang‘ des Beils Schneide beäugte

„Oh lieber Arm, ich will nicht leiden

Und so frühe aus dem Leben scheiden!“

Der Arm hielt inne

Lauschte der Stimme

„Auch ich habe keine Macht

Sag das dem Mensch, der vor Freude lacht!“

„Oh weh oh weh!“ schrie der Fisch

Zappelte nun wie wild auf dem Tisch

„Lieber Mensch, kannst du mich nicht verschonen?

Ich denke, das wird sich lohnen!“

Doch sauste herab das Beil 

Und zerbrach in zwei Teil‘

Staunte der Mensch nicht schlecht 

Er dachte, er sehe nicht recht

Arm und Hand wehrten sich 

Und retteten den Fisch