Der Fischer von der blauen Bucht

Aus dem Leben eines Eisvogels

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Heute kehrten meine Gedanken zurück in meine Kindheit. Ich sah mich wieder hoch oben in meinem Doppelstockbett sitzen. Anis- und Fenchelbonbons lutschend, eingewickelt in meiner Decke, Musik lauschend und ein Buch in der Hand.                                                                         Ich war versunken in ein abenteuerliches Leben eines kleinen Eisvogel. Fasziniert von der Natur und den Gezeiten, dem harten Winter, in denen das kleine blaue Vögelchen trotzen musste. Die beschwerliche Futtersuche in der Eiseskälte. Es war mutig und voller Neugier. Die Begegnungen mit anderen Tieren der Natur spielten sich lebhaft vor meinen Augen ab. Und so lernte ich das Leben eines Eisvogel kennen. 
Ich versuchte mich wieder an das Buch zu erinnern. Ich wusste weder Titel noch Autor und begab ich mich auf die Suche in der weiten Googlewelt.                                                                       Ich bin mir jetzt nicht so sicher, ob es das richtige Buch ist und hab das einfach bestellt. Ich lasse mich dann mal überraschen und hoffe, es ist mein kleiner Eisvogel. 

Ausbeute aus 1 Million Bücher 

Am Samstag stand ich in einer riesigen Lagerhalle voll mit Büchern. 1 Million Bücher!!! Und man konnte nach Herzenslust rumwühlen und suchen und lesen und kaufen. Für jedes Buch, egal welches,  nur 1€ ! 

Da gab es fast alles was das Herz begehrte. Auch Bücher, die kein Mensch braucht. Nagelneue bis alte Bücher. Für Kinder, Erwachsene, Reisende, Hobbyler…alles!!! 

Da mein Bücherregal ohnehin schon auseinanderplatzt, hatte ich mir ein Limit gesetzt für bis zu 5 Bücher. An der Kasse durfte  man würfeln, bei einer 4 gabs alles umsonst. Leider hab ich eine 3 gewürfelt. Meine beiden Schwestern hatten auch kein Glück. 

Aber egal, für 5 Bücher und ein Schälchen hab ich nur 5 € bezahlt. Eigentlich wären es 6€ , aber nun gut, ich zahlte nur 5€ 😁. Kuli gab es auch gratis, Barbiekuli 😂 . 


Wahn, Christof Kessler. Er arbeitete 30 Jahre als Neurologe und faste einige seiner Erfahrungen in Geschichten um. 12 verschiedene Geschichten von verschiedenen Erkrankungen. So bekommt man einen kleinen Einblick, wie Hirnerkrankungen verlaufen und das Verhalten der Irren. 

Das Haus der Seelen, hab ich von einer meiner Schwestern in die Hand gedrückt bekommen und behielt es. Kein Plan was mich da erwartet.

Pilates, dazu muss ich jetzt nicht wirklich was sagen. 😂 Ich werd’s mal versuchen.

Ja, und das wird jetzt höchst interessant . Lebendig begraben. Geschichte der Urangst. Auf der Rückseite steht: Das Buch darf auf keinem Nachttisch fehlen.                                       Davon war ich sofort fasziniert und schlug es irgendwo auf und las einen kleinen Abschnitt, von einem schwangeren Mädchen, dass lebendig begraben wurde und im Grab ihr Kind zur Welt brachte. – Oh Gott! Da hatte ich gleich grauenvolle Bilder im Kopf, die mich nicht mehr losließen. Wie eine Selbstkasteiung, ich weiß nicht warum, aber das Buch musste mit! 😆

Und da standen auch ganz viele Schälchen rum von Tim und Struppi, da nahm ich davon eins noch mit. 

Und für mein Töchterchen fiel mir auch ein passendes Buch in die Hände. Die anderen lesen ja nicht gerne. Die Wölfe passen perfekt zum Cover. Ich hoffe mal, dass das Buch gut ist.


Cool! Das hat Spaß gemacht. 

So ! Und jetzt zum Abschluss ein kleines Liedchen vom Grizzly Adams, an den musste ich heute komischerweise denken. Was hab ich als Kind die Serie gerne geguckt. Der war so cool der Typ. 

https://youtu.be/uZgkGYAFWZs

Zum Sterben in den Wald 

Wer will schon sterben? Niemand! Jeder will ein langes Leben. Dann gibt es aber die Lebensmüden. Die wollen sterben. Bei den Einen ist es ein Aufschrei. Und dann gibt es die, die wollen sterben. Da kannst du tun und machen was du willst, diese lassen sich davon nicht abbringen und wählen die Zeit aus, wo es niemand ahnt und mitbekommt. Und bringen sich dann einfach um. Und dann gibt es welche, die gehen in den Wald. In einem großen, tiefen, düsteren Wald wo sie niemand findet. Aber nicht in irgendeinem dunklen, finsteren Wald. 

Habt ihr schon mal von dem Baummeer gehört oder gelesen, den Selbstmordwald Aokigahara? – Dieser riesige, gigantische Wald befindet sich in Japan am Fuße des Fujis. Und wenn du dich in diesem undurchdringlichen Gruselwald verläufst, und das auch noch ohne Proviant und Wasser, dann Prost Mahlzeit, dann bist du so oder so dem Tode geweiht. Die Geister der Toten, die „yūrei“ werden dich holen und wenn du richtig Pech hast, wird man nicht mal deine Leiche finden. 

Dorthin gehen die Selbstmörder. Und schlimmer noch, früher wurden die Alten und Kinder oft zum Sterben ausgesetzt, wie bei Hänsel und Gretel, wenn die Familien zu arm waren.

Wäre ich nicht über den Roman „Suicide Forest“ gestolpert, hätte ich wohl nie von diesem Wald erfahren. Ein Roman, der sich an einem realen Ort, mit wahren Hintergründen, abspielt, in diesem der Autor Jeremy Bates fikitive Begebenheiten eingebaut hat. Sozusagen ein halbdokumentarischer Horror-Thriller. 

Da mich das Ganze neugierig gemacht hatte, habe ich natürlich in Google über diesen Selbstmordwald recherchiert und bin dann auch noch über den Film „The Forest“ gestolpert, der sich auch dort abspielt. 

Natürlich musste ich mir den Film angucken, wo ich doch gerne Horrorfilme gucke und wollte mich gruseln lassen. Aber ich glaube, ich bin schon zu abgehärtet, und fand den Film nicht grad spektakulär und das Ende war auch doof. 

Um vom Horrortrip wieder runterzukommen, hatte ich mir dann was ganz anderes angeschaut, und zwar „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Der Film war richtig Klasse und hatte sogar ein Tränchen im Auge. Ich finde Stephan Hawking cool, das ist Superman hochintelligent! Und sein Buch hatte ich damals auch mit großem Interesse gelesen und steht noch bei mir im Bücherregal. 

Jetzt kribbelts und krabbelts 

Hat ein bisschen gedauert, aber jetzt ist es da! Mein gemeines Kribbelkrabbelbuch. Da kommen mir all die ekligen Viecher aus den Seiten gekrabbelt. 

Dank Ulrike Sokul ( ich krieg jetzt ihre Seite nicht verlinkt, mach ich nachträglich, wenn ich herausgefunden hab, wie sowas im Handy funzt) , bin ich auf dieses Buch gestoßen.

Ich habe ja einen Riesen schiss vor alles was kriecht und fliegt, fleucht und kreucht. Da renne und schreie und kreische ich, auch an einem vollbesetzten Kaffeetisch in einer Eisdiele. 😂😅

Als Kind hatte ich mal ein tolles Insektenbuch, in dem diese Lebensecht rüberkamen, dass man sogar Angst hatte, die Bilder zu berühren.

Deshalb faszinierte mich sofort das „Gemeine Getier“ von Amy Stewart. 

 
Auch die Zeichnungen darin gefallen mir und kommen sehr lebensecht rüber. 

Natürlich fand meine eine künstlerische Tochter, die Rockgöre, sofort gefallen daran und zeichnete mal so schnell zwei gemeine Tierchen ab.

 Die amerikanische Braunspinne 
  Die brasilianische Wanderspinne ( diese hat sie nur schnell zackzack abgezeichnet und ist nicht ganz so geworden)
 
Aber ich hätte dies nicht mal ansatzweise hinbekommen. Nur wegrennen und schreien! 😂 

Würde ja gerne die Seite als Vergleich zeigen, aber ich weiß nicht, ob man das darf. 

Auf jeden Fall ist das Buch super und auch die Beschreibungen und Geschichten dazu. Nun kann ich immer mal darin rumstöbern bis es mich kribbelts und krabbelts. 😅

https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/04/11/gemeines-getier/ 
  

UTOPIA

https://finbarsgift.wordpress.com/2016/02/16/gavarnie/
Da stolperte ich bei Finbar über diesen Eintrag, im englischen nicht so gut bewandert, aber Bilder kann ich immerhin noch gut erkennen und so staunte ich über dieses Bild dort und dachte: das kommt mir doch bekannt vor.

Mir fiel sofort das Buch „Utopia“ von Thomas Morus ein. Stand auf, griff in den unteren Bücherregal, da ich genau wusste, wo es bei meinen 300 Büchern steht, und schaute auf das Cover. Nicht exakt das gleiche. Es war wohl der Wasserfall, der die Felskante hinab stürzt, was sich in meinem  Unterbewusstsein verankert hatte.

  
Das Buch bekam ich vor 3 Jahren als Tipp, was sich in einem Gespräch herauskristallisiert hatte, weil mein Sohn immerzu davon erzählte, wie er die Welt verbessern möchte. Und in der Hinsicht fast größenwahnsinnig ist. Aber um das zu schaffen, bräuchte er eine sehr große Anhängerschaft. Er lebt aber als Einzelgänger vor sich hin und wenn er zu Besuch ist, strömen dann all seine Gedanken aus und kann mir vielen Quatsch und aber viel interessantes anhören.

Naja…. Utopia! Das Buch steht nun schon drei Jahre im Regal rum, hat einen Umzug überstanden und kam wieder an seinen alten Platz. 

Gelesen habe ich es noch nicht. Bin nur bis Seite 19 gekommen und weiß jetzt gar nicht mehr, was ich da gelesen hab. Dieses Buch kann man nicht einfach mal so durchlesen. Es enthält viel philosphisches, und dann fängt man beim Lesen an zu denken. 

   
  

Thomas Morus wurde am 7. Februar 1478 geboren. Also liegt das ganze recht weit zurück. Gestorben ist er durch Enthauptung am 6. Juli 1535 . Er war einer der größten humanistischen Denker und Staatsmänner Englands und pflegte engen Kontakt zu Vertretern des europäischen Humanismus, etwas zu Erasmus von Rotterdam.

Mit seinem Hauptwerk „De optimo reipublicae statu deque nova insula Utopia“, das erstmals 1516 auf Neulateinisch in Löwen erschien, begründete er die literarische Gattung der Utopie, die sich im 20. Jahrhundert bis zu den großen Dystopien H.G. Wells, Aldous Huxleys, George Orwells, und zur Science-Fiction weiterentwickelte. 

Na, klingt doch recht interessant und wer gerne philosophiert…. Ich glaube, ich sollte das Buch wieder in angriff nehmen.

Ach! Apropos Aldous Huxleys, hab ich nicht davon auch ein Buch? ….Moment! …..Stuhl wegschieb…ganz unten wo muss es sein…Bücher rumrücke…Staub…hust…AAAAH!

Da ist es! „SCHÖNE NEUE WELT“ Dieses Buch ist auch Klasse und hatte es damals sogar zweimal gelesen. Das habe ich vor fast 23 Jahren von einem verrückten Nachbar geschenkt bekommen. 😂

Und jetzt holt der Alltag mich wieder ein, ich zische mal wieder ab in die reale Welt. Bis dann ihr Lieben! 🌨❄️☃