Immer auf Achse …

…und wenn die bricht, dann knack‘se…

Und bevor das passiert, hab ich zum Glück meine Häändpäänn. 😂

Ich übe weiterhin fleißig, und gleichzeitig entspannen mich die Klänge und bringen mich allmählich wieder runter. Allerdings übe ich noch daran, meine Schläge gut und fließend hinzubekommen. Ein Buch habe ich mir dazu auch schon bestellt. Aber so richtig daraus zu üben, da habe ich zur Zeit den Kopf nicht frei. Ich bin gefühlt rund um die Uhr unterwegs.

Morgens um 6 klingelt der Wecker, will eigentlich sofort aus dem Bett springen. Geht aber nicht und krieche erst halb 7 aus den Federn. Ärgere mich, dass ich mich wieder beeilen muss. Trinke Wasser, dann ab ins Bad. Danach huschhusch in die Küche, bereite meinen Smoothie zu, schmeiße mein glutenfreies Brot in den Toaster. Schütte den Smoothie in eine Flasche. Schmiere mein Brot und paar Gurkenscheiben dazu. Dann Flasche Wasser und alles in die Tasche. Manchmal fliegen noch paar Mandarinen oder Birnen mit hinein. Dann eine kleine Sünde 🚬 am Morgen. Paar Minuten um mich wiederzufinden. Einatmen ausatmen , Jacke , Schuhe an und raus ins Getümmel. Flitze ab hinüber zum Bus. Rumpelpumpel weiter geht’s, raus, Stück laufen. Am Kiosk hole ich Brötchen und Zeitung. Dann gleich umme Ecke 6 Stockwerke hoch, Gottseidank mit Aufzug, zu meiner ersten Kundin. Hui, heut gibt es viel zu tun. Bad und Küche sieht aus wie explodiert und bringe alles in Ordnung. Schrubbe und putze, ach dann fiel ihr die ganze Kleiderstange ab. Alle Klamotten wieder aufgehängt. Waschmaschine an. Beim duschen helfen. Eincremen. Kaffee gekocht. In ihrem Handy geguckt und zum xten Male die Funktionen erklärt. Dann zum Schluss sitzen wir zusammen. Sie trinkt Kaffee und frühstückt und ich trinke meinen Smoothie. Dann ist die Zeit auch rum. Schnappe den Müll und flitze wieder ab. Zackzack zurück zum Bus. Rumpelpumpel…weiter geht’s…aussteigen…über die Ampel flitze zum nächsten Bus. Rumpelpumpel…fahre ein Stück…aussteigen, kurzes Stück laufen. Hinein durch das Gartentor und sehe auf der Wiese noch Schnee. Der letzte einzige Schnee, der noch liegt. Hinein husche ich und unterhalte mich mit Herrn Xyz, Tisch ist schon gedeckt. Aber unsere Madame, liebevoll genannt, liegt noch oben im Bett. Wir unterhalten uns kurz, über ihn, den Tag, über sie…dann flitze ich hinauf. Dort wecke ich sie, suche frische Anziehsachen, dann helfe ich sie raus. Kleine Gymnastik, wir lachen und fliegen wie zwei Vögelchen, dann sind wir fit und gehen ins Bad. Duschi duschi, frischi sauber fein, eincremen, anziehen und Haare föhnen. Ich mach sie immer schick. Dann begleite ich sie hinunter zum Frühstückstisch. Ihren Mann erkennt sie immer wieder. Die letzte Erinnerung, das einzige, was sie noch weiß. Dann frühstücken wir gemeinsam. Ich packe mein tolles Brot aus. Der Herr ist immer wieder fassungslos, warum ich so sehr auf normales Brot reagiere. Es ist angenehm, sie isst und trinkt. Er erzählt mir sein Leben. Hin und wieder lacht sie. Dann muss ich schon wieder los. Hopphopp zum Bus…der Bus, der rollt dahin, nächster Halt, ich flitze hinaus, wieder über eine Kreuzung. Hinein in den nächsten Bus. Der Weg ist etwas weiter. Ich fahre und fahre, es nimmt kein Ende. Werde müde und muss aufpassen, dass mir die Augen nicht zufallen. Endlich, ich steige aus. Menschen über Menschen, ich bin genervt. Muss ein Stück laufen. Laufe und laufe. Es wird ruhiger. Heute guckte meine nächste Kundin zur Tür hinaus und erwartete mich sehnsüchtig. Wir gehen direkt spazieren, Straße auf Straße ab. Mit Rollator und kleinen Pausen. Ab zurück, sie fährt mit Lift nach oben und guckt fern. Ich bringe ihren Kaffee, dann Wäsche, staubsaugen, wischen, Staub wischen, Müll raus. Ich fühle meine Kräfte zu Ende gehen. Endlich dann Feierabend. Wir verabschieden uns überschwänglich. Ich laufe zurück, dieses Mal zur U-Bahn. Fahre fahre durch den Tunnel…umsteigen in dem Bus…ich fahre endlich meinem Ziel entgegen, nix wie heim. Es ist fast 18:30 Uhr. Ich habe Hunger ohne Ende. Mein Hund springt fröhlich an mir hoch, ich esse eine Kleinigkeit. Schnapp den Hund und ab hinaus. Eine Runde um den Teich, treffe Hundemopsmann, wir plauschen kurz. Dann wieder zurück. Fresschen für den Hund. Schnellessen für mich. Die Energie zum Kochen reicht nicht mehr. Spülmaschine einräumen, Wäsche vom Gestell, muss was ausdrucken, da klappt natürlich wieder was nicht auf Anhieb. Husche ins Bad, mache mich fertig. Ich will nur noch ins Bett. Ich kann nicht mehr. Ich will nix mehr sehen oder hören. Aber mein jüngstes Kind war den ganzen Tag alleine, alleine online lernen. Die andere hat sich bei ihrem Freund verkrümelt, Rest ist ausgezogen schon lange. Nun will sie auch meine Aufmerksamkeit. Ich raffe meine letzten Energien zusammen.

Und dann, wenn alles getan ist und bevor ich endgültig ins Bett falle, spiele ich auf meiner Handpan. (oder halte mich wach, in dem hier gerade poste 😅) .

Bin noch nicht so gut, wem das nicht gefällt, da kann man Stopp drücken 😁

Tot….Mausewespetot…

Armes Viech…tut mir leid, dass ich dich bei eisigen Temperaturen ausgesetzt habe und dann noch bei einsetzenden, strömenden Regen.

Tja, was hätte ich tun sollen? In eine warme Kiste packen und auf den Sommer warten und jeden Tag mit Honig füttern? Mpf…was sollst, am Wochenende werden sicherlich genügend Brüder und Schwestern losschwirren, wenn das Wetter explodiert und kurz Frühling wird. Sehe ja jetzt schon immer mal ein paar Mücklein rumfliegen. Selbst als der Schnee noch lag, flog mir eiernd so eine Zappelmücke entgegen.

Mach es jut, Mauerlehmwespilein

…die Augen…sieht irgendwie lustig aus 😅

Monsterviech im tiefsten Winter

Der Morgen war so arschkalt. -13 Grad. Alles war gefroren, Eiszapfen, Schnee, ich stapfte wie ein Pinguin eingemummelt, mit Mantel, Mütze, Schal und Maske durch Schnee und Glätte zur Arbeit.

Wir hatten dann alles fertig, ihre Wohnung wieder pikobello, Kaffee und Frühstück für sie und ich meinen allmorgendlichen Smoothie, setzen wir uns an den Tisch und sehe hinter meiner 95 jährigen Kundin ein Riesen Viech an der Fensterscheibe. Träum‘ ich, oder was? Was ist das denn? Sie war auch erschrocken und ich sollte das Ding bloß schnell entfernen.

Ich nahm all meinen Mut zusammen und fing das Monstervieh mit einem Glas ein. Wir begutachteten es und konnten uns keinen Reim darauf machen, woher diese komische Wespenart im tiefsten und kältesten Winter auftauchen konnte. Schlupfwespe? Hatte eine extrem schmale Taille, damit hätte sie all die Rekorde brechen können, Lebewesen mit dünnster Taille 😂, dass es fast aussah, als schwebe das Hinterteil.

Meine Vermutung ist, es hat in einem Blumentopf überwintert und spürt wohl den Frühling und kam mir nichts, dir nichts, heraus geschlüpft. Also doch eine Schlupfwespe? 🤔

Oder die Insektenwelt passt sich der verändernden Witterungsbedingungen an und überleben nun auch arschkalte Winter.

Dongding dongding…🎶…ohmmm…

Kleine Chillrunde zur Nacht.

7 Tage habe ich jetzt meine Handpan. Irgendwie ist die Woche so schnell rum gegangen. Kommt mir gar nicht so lange vor. Nun, ich bin noch nicht perfekt. Mir fehlt noch jegliches Taktgefühl, deswegen habe ich erst mal nur so intuitiv improvisiert. 😁Ich muss mich ja noch mit den Tonfeldern vertraut machen.

Also bin ich mal ganz mutig und lasse euch mit reinhören.

Im Lernmodus , bitte nicht erschrecken am Schluss

Hier👇🏼 seht ihr, wie mein Hund da chillt. Dem ist es egal, ob ich gut bin oder nicht. Ihm scheint es zu gefallen. (bissl dunkel) Wie gesagt, ich tapper nur rum und probiere. 😬

Hundeschlafmelodie 🤣

Da träumt sogar der Hund

Letzten Montag, als ich auf Arbeit unterwegs war, inspiziere ich zwischen meinen Kundinnen im Bus immer mal meine Emails. Und da las ich im Sendungsverlauf, dass mein großes Paket angekommen war. Ich saß dermaßen auf heißen Kohlen, dass ich es kaum erwarten konnte, nach Hause zu kommen.

Zu Hause endlich am sehr späten Nachmittag, sah ich mit Begeisterung die Kiste im Flur stehen. Feierlich schob ich die ins Wohnzimmer. Erst aß ich etwas, weil ich so Hunger hatte und den Nervenkitzel hinauszögerte. Dann, aber dann, öffnete ich das Paket. Alles war doppelt und dreifach verpackt und in Folie gepackt. Mühselig kämpfte ich mich durch, bis ich mit voller Freude meine Handpan in den Händen hielt. Sogar mein Hund war neugierig und schaute mir zu, was ich denn da zu Tage beförderte. Erst war er erschrocken und rannte aus dem Wohnzimmer. 😂 Ein riesiges Teil hielt ich, so dass ich schon kurz zweifelte, ob ich kleine Person überhaupt damit zurechtkommen werde.

Ich stellte mir alles zurecht und tippte vorsichtig in der Mitte auf das Ding. Fantastisch 🤩! Ich tippte auf alle Tonfelder. Natürlich klang das am Anfang nicht so gut. Es klatschte und patschte eher. Aber da ich schon wusste, wie man draufschlägt, übte ich gleich, was mir zum Teil dann auch gelang, einige schöne Töne zu erzeugen. Dann geschah gleich noch ein Missgeschick, dass mir die Handpan vom Handpanhocker rutschte. Bong! 😅 Nix passiert, ist heile geblieben. 😂

Ich improvisierte dann drauf los und hatte direkt Spaß, dass die Zeit nur so an mir vorbeiflog, bis der Hund dann um mich tänzelte, weil er raus musste. Aber zuvor hatte er friedlich in seinem Körbchen gelegen und mir entspannt zugehört. Denn er hatte erkannt, dass er vor diesem riesigen ufoähnlichem Stahlgewölbe keine Angst haben muss.

Meine ersten Handpanklänge