Wir haben eine neue Lebensform entdeckt đŸ˜±

Was fĂŒr eine Nacht, das sag ich euch!!!!

Aus meinen tiefsten TrĂ€umen werde ich nachts halb 2 aus dem Schlaf gerissen. Meine Älteste rĂŒttelte mich voller Panik wach und flĂŒsterte, da sei was in ihrem Zimmer. NatĂŒrlich dachte ich sofort, bei der KĂ€lte draußen, wo der Russe uns fast zu Tode peitscht, kann kein Insekt rumfliegen. Da kann nix sein.

Aber ich bin trotzdem raus und zusammen schlichen wir uns vorsichtig in ihr Zimmer. Und DA SAHEN WIR ES! Etwas großes Schwarzes hing am Vorhang. Das Bett meiner Tochter steht ja direkt am Fenster und der Vorhang hĂ€ngt direkt am Kopfende herunter, und da saß dieses Etwas. „Es war nur 10 cm von meinen Kopf entfernt!“ sagte meine Tochter. „Ich hörte ein GerĂ€usch und plötzlich bewegte sich was Schwarzes!“

Aber was ist das? Meine Augen waren vom Schlaf noch verschwommen, also holte ich meine Brille und leuchteten noch zusÀtzlich mit unseren Handytaschenlampem das schwarze Gebilde an. Still hing es da.

Riesenfussel vielleicht? Das schwarze Haargummi? Aber wie soll das am Vorhang hÀngen bleiben. Ich ging nÀher ran. Riesiges Raupengebilde, tausend Viecher aneinander gekettet? Spinne ohne Beine?

PLÖTZLICH bewegte sich es. Erschrocken rannten wir zur TĂŒr, kurz davor rauszurennen. Aber es bewegte sich langsam. Wir wussten ja nicht, ob es flog oder sprang oder was auch immer. Plötzlich sah ich zwei Zacken! Oh Gott!!!! Was ist das denn???? Zwei Riesen Motten ĂŒbereinander? Aber wo sollen die herkommen? Es ist kalt, es ist Winter!

Dann krabbelte es langsam und gemÀchlich los. Es sah im spÀrlichen Licht so rabenschwarz aus. Es bewegte sich weiter vorwÀrts. Ooh meiin Gottt!!!

Eine neue Lebensform. Etwas, was wir noch nie gesehen haben. Wir sind die ersten, die es entdecken. Wir wissen nicht was es ist, was es macht. Ist es gefÀhrlich, ansteckend oder was auch immer.

Nach einigen Minuten sind wir mutig genug und gehen nĂ€her ran, da es sich sehr langsam bewegte. Es krabbelte den Vorhang hinauf. Erschrocken flitzten wir hinaus. Was machen wir jetzt??? Völlig planlos, nichts wissend,standen wir da. Also nahmen wir uns wieder allen Mut zusammen und guckten nach. Huschten wieder ins Zimmer, unsere Augen suchten und scannten die WĂ€nde und Vorhang und Bett alles ab. Es war weg! Wo ist es??? đŸ˜±

Aber dann hörten wir es wieder. Nun war es auf der Innenseite vom Vorhang und krabbelte immer höher bis zum Rand und blieb in der Stofffalte drin.

Und je lÀnger ich hinsah und meine Augen so langsam klarer wurden, erkannte ich es. Es war keine neue Lebensform. Keine poppenden Motten oder Millionen Raupenkettengebilde oder Kletterfrösche.

Da saß eine sĂŒĂŸe kleine Fledermaus, die der KĂ€lte entfliehen wollte. Und nun fragen wir uns, wie die rein kam, da am Fenster ein Fliegengitter ist. Und wer weiß, wie lange die Fledermaus da schon haust. Na toll!

Wir öffneten die andere Fensterseite, wo kein Gitter ist und das so gut wie nie geöffnet wird, schalteten das Licht aus. Aber die Fledermaus flog nicht weg. Mit dem Besen versuchten wir gaaaanz vorsichtig sie abzumachen. Wir wollten sie ja nicht verletzen. Aber die hat sich festgekrallt.

Das Zimmer wurde eisekalt. Wir konnten das Fenster nicht auflassen. Also kippten wir es nur. In der Hoffnung, dass es irgendwann seinen Weg da oben hinaus fand.

NatĂŒrlich wollte meine Tochter dort nicht mehr schlafen. Also Besuchermatratze raus und ab ins Wohnzimmer.

Dann machte ich mich im Internet schlau, was man tun kann. Da war es schon fast 3 Uhr nachts. Und so legten wir uns erst mal schlafen.

Morgens frĂŒh um 7 geisterten dann meine anderen zwei Töchter rum. Machten sich bereit fĂŒr die Schule. Sie wunderten sich schon, wieso die große Schwester im Wohnzimmer schliefe. Da erzĂ€hlte ich es und sie waren sofort begeistert. „Wie geil!“

😂

Wir suchten die Fledermaus und da saß sie immer noch am selben Fleck. Und meine MĂ€dels fanden die voll sĂŒĂŸ und machten Fotos und meinten, sie wĂŒrden sie gerne in die Hand nehmen. Aber dann erzĂ€hlte ich, dass die in Panik beißen könnte und somit die Tollwut ĂŒbertragen. „Upps, ookayy, dann lieber nicht!“ 😄

Fenster hab ich jetzt ganz zugemacht, die arschige KĂ€lte kĂŒhlt ja das ganze Zimmer aus und jetzt am Tage fliegt die Fledermaus ohnehin nirgendwo hin.

Nachher werden wir erst mal das Bett und alles Zeug und Gelumpe vom und am Fenster wegrÀumen, da man sonst nicht dran kommt. Die Gardinenstange herunter holen und die Fledermaus mit einem Handschuh ablösen, in eine Kiste und den Tierschutz anrufen.

Ich glaube nicht, dass das kleine Vieh bei der KĂ€lte ĂŒberhaupt wohin fliegt. Es erfriert doch und wird zur leichten Beute von KrĂ€hen und anderen Tieren.

So sieht die Fledermaus ja niedlich aus, aber auf dem Foto, wenn man sich ihr Gesicht genau anschaut, dann ja , soooo niedlich sieht sie ja nicht aus. 😅 Aber irgendwie doch.

Egal wie der Tag endet heute, ich werde davon berichten. đŸ‘‹đŸŒ

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37 Antworten auf „Wir haben eine neue Lebensform entdeckt đŸ˜±â€œ

  1. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass FledermĂ€use im Sommer, wenn die Fenster ĂŒberall wegen der Hitze nachts offen stehen, gerne in Wohnungen fliegen um hinter Regalen und SchrĂ€nken ihre Nester fĂŒr den Nachwuchs zu bauen.

    Ich hoffe nur, dass es sich bei Euch um eine sich verflogene Fledermaus handelt. Beim Anfassen solltest Du tatsĂ€chlich sehr vorsichtig sein. FledermĂ€use können TollwutĂŒbertrĂ€ger sein. Da habe ich auch mal einen Thread darĂŒber geschrieben.

    https://sigurd6.com/2015/08/29/achtung-fledermaustollwut/

    GefÀllt 2 Personen

    1. Ich hab da grad wo angerufen und mir wurde erklĂ€rt, wie wir sie in eine Kiste packen und dann auf RĂŒckruf warten, wann und ob jemand kommt und diese abholt.
      Mit Handschuh und Tuch dazwischen natĂŒrlich. 😅

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  2. Da bin ich ja mal gespannt was der Tierschutz Euch rĂ€t. Ist ja ungewöhnlich jetzt im Winter, da schlafen die doch. Im Sommer wĂ€re es ja kein Problem sie ins Freie zu lassen aber jetzt ĂŒberlebt die doch nicht.

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    1. Ich hab angerufen. Sollen mit Handschuh und TĂŒcher die Fledermaus in eine Kiste. Die kann da paar Tage ĂŒberleben und warten auf RĂŒckruf, dass dann jemand kommt.
      Wer weiß, wie lange die da schon ĂŒberwintert. Mich wundert das auch.

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  3. Ich gebe zu, ich hĂ€tte wahrscheinlich nen Herzkasper bekommen. 😳
    Niedlich hin oder her – sowas ist absolut nichts fĂŒr mich.
    Ich gehe ja nicht mal mehr alleine in unseren Keller, da dort immer mal wieder ein verkappter Prinz sitzt… 😉
    Ihr habt euch sehr tapfer geschlagen.
    Ich bin gespannt, wie die Geschichte endet. 🙂

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  4. Ein Vampir ist unter euch. Schaut mal nach, ob ihr schon irgendwo zwei Löcher habt. 😉
    Das ist ja eine Aufregung. Das arme Tierchen ist wahrscheinlich genauso verĂ€ngstigt wie ihr. Ich drĂŒck die Daumen, dass ihr die Fledermaus alle wohlauf, ungebissen und auch sonst unverletzt, der Tierrettung ĂŒbergeben könnt.
    Ich bin gespannt, auf den nÀchsten Bericht.

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    1. Wir mĂŒssen die jetzt irgendwie in die Kiste bekommen und warten auf den RĂŒckruf. Hab da angerufen und uns wurde erklĂ€rt was wir tun sollen. Und brauchen keine Angst haben 😂

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    1. Upps, so hatte ich das jetzt nicht gesehen. Das war von mir aus nicht feindlich gemeint. 😅
      Meine Ă€lteste Tochter ist ja auch mit einem zusammen, also ich habe nichts gegen Russen 😂.
      Ja, mit Worten, die man aufschnappt, muss man vorsichtig umgehen und vieles hinterfragen, was ich jetzt nicht gemacht hatte. Fand das Wort einfach nur lustig. Das ist aber jetzt blöd, dass man das feindlich auffassen könnte, man muss immer mehr aufpassen in der heutigen irren und wirren Zeit. Aber danke fĂŒr den Hinweis. Und die Fledermaus schlĂ€ft in der Kiste.
      Bleibt von VĂ€terchen Frost verschont 😃

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      1. Ich hatte nicht den Eindruck, daß Du persönlich den Begriff feindlich gemeint hast. Gleichwohl wollte ich Dich gerne dafĂŒr sensibilisieren, was fĂŒr mediale Propagandamaschen zur Zeit auf dem Wörtervormarsch sind. Denn das, was wir sagen/schreiben, das beWIRKEN wir auch.
        Gutenachtgruß von mir zu Dir 🙂

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