Die Nacht der Frösche 

Gestern Abend ging ich mit meinem Stinker früher als sonst Gassi, da ich wusste, dass wieder Regen im Anmarsch war. Dunkel zog schon eine Wolkenwand hinauf. Wir beeilten uns, die ersten Tropfen kamen schon runter. 

Doch ließ der Regen noch auf sich warten, ich hätte mich gar nicht so beeilen brauchen aber froh, für den Tag alles fertig zu haben, die Wäsche noch und dann endlich faul ins Bett gehopst. Dann ging es auch schon los, eine Regenwand wie ein Wasserfall stürzte es vom Himmel hinunter. Es rauschte und rauschte …. und ich schlief viel zu früh ein… 

Mitten in der Nacht gegen 3 Uhr wachte ich auf. Ich fing schon wieder an zu schwitzen, musste husten ( wegen dem Gewürz, enthielt Gluten ) einschlafen ging nicht mehr, da ich erst mal alles abhusten musste. Da schälte sich etwas aus der Dunkelheit auf mich zu und glotzte mich mit zwei kullerrunden dunklen Augen an. „Ach Luki, was ist denn jetzt los?“ Die Art und Weise wie er mich ansah und plötzlich fröhlich rumsprang, weil ich aufstand und Richtung Tür rannte, ließ mich ahnen, was er wollte. Na toll! Er wollte raus. 

Ein Blick zum Fenster hinaus, ließ mich das Grausen packen. Es regnete immer noch in Ströhmen. „Das wird dir nicht gefallen,“ sagte ich zu Luki. Aber er wollte unbedingt. „Aber es regnet!“ rief ich ihm zu, wie zu einem Menschen. 

Plötzlich tauchte eine meiner Töchter auf. „Ich kann nicht schlafen und habe gemalt“. Sie zeigte mir ihr Bild. Dann fragte ich sie, ob sie mit wolle. Na klar, da sagte sie nicht nein. 

Wir schnappten uns den Schirm, ich huschte in meine Badelatschen und Hund an die Leine. Hinaus ging es.  Da blieb der kleene Stinker erst mal verdattert stehen. DAS gefiel ihm ganz und gar na. „Tchja, du wolltest unbedingt raus!“ 

Also ab in den runterstürzenden Wassermassen, überall Pfützen, meine eine Schulter wurde nass, Füße sowieso. Dem Hund war das gar nicht recht, weil er immer nasser wurde, ließ ihn hier und da schnell pullern. Aber dann… 

…dann zog er mich plötzlich in eine andere Richtung, fast auf die matschige Wiese ins Gebüsch hinein. Was war denn das jetzt? Maus? Ratte? Frosch? 

Doch ja, es war ein Frosch. Plötzlich zog Luki mich in die nächste Richtung, als ein Frosch quiekend zur Straße hopste. Der hat wirklich gequietscht. Mit aller macht zog Luki mich dorthin. Ich war längst nicht mehr unterm Schirm, den meine Tochter hielt. Auf einmal zog Luki mich wieder woanders hin. Noch ein Frosch. Inzwischen hielt ich den Schirm und Tochter rannte neugierig dem Frosch nach. Überall Frösche und beim Hund brach der Jagdtrieb aus. 

Nichts wie nach Hause. Sind trotz Schirm nass geworden. Und heute morgen: ganz Berlin soff wieder mal ab. Und es ist noch nicht vorbei. 

Am Ende sieht es bald so aus : 

©Corona
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34 Antworten auf „Die Nacht der Frösche 

  1. Hoffentlich gibt es für euch bald wieder mal Sonnenschein. Ich bekomme langsam etwas Mitleid. Vor allem mit Hundi… 😀
    Der ist den Fröschen sicher hinterher gejagt, weil er glaubt, dass das alles Wetterfrösche sind.
    Wollte sicher mal fragen, wann´s endlich besser wird. 😆

    Liken

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