Brotkuchen oder Kuchenbrot

Ich weiß nicht, wie rum man das nennen könnte, ABER ! habt ihr schon mal nach Augenmaß gebacken? Einfach irgendwelche Zutaten in die Schüssel ohne abmessen und wiegen, mixen und ab in den Ofen. 😂

Ich hatte wahnsinniges Glück. Es ist was geworden und schmeckt sogar total lecker. Mein Brotkuchenbrot ist ein Unikat, den gibt es sonst nirgendwo auf der Welt. 

Meine kleinen Mädels, naja, klein sind sie nun nicht mehr, inzwischen 11 und 13 Jahre, (die anderen zwei Kids sind schon erwachsen), haben am Mittwoch eine Zucker-Glutenfreie Challenge begonnen. Wer es eine Woche schafft, nur Gesundes zu essen. Das Problem ist, wenn man das alles weglässt, fängt der Körper an zu reagieren. Die Sucht nach Zucker bricht aus. Die Kohlenhydrate fehlen plötzlich. Der Hunger kommt in enormen Ausmaße. Man fühlt sich schlecht, schlapp, alles ist diffus wie eine Wolke um den Kopf. 

Ich versuchte dem entgegenzuwirken, mit Kartoffeln, Reis, Eier und Quarkbrötchen ohne Mehle. Und natürlich ganz viel Gemüse und Obst. Was der Einen schmeckt, schmeckt der Anderen nicht, oder umgekehrt. Und heute morgen sind sie völlig ausgehungert aus ihren Betten geklettert. Kinder! Esst was, sagte ich. Macht wenigsten eine kleine Ausnahme. Euer Körper ist es nicht gewohnt. Aber nein, sie bleiben hartnäckig. Da überlegte ich, was ich denn nun noch machen könnte. Es ließ mir keine Ruhe. Da kommt man dann auf irre Ideen und da buk ich diesen Brotkuchen. Zuerst wollte ich so Pfannenkuchen machen, aber ganz urplötzlich wurde was ganz anderes draus. Zumal ich nicht wirklich die Lust hatte, stundenlang am Herd zu stehen und ständig diese Fladen in der Pfanne zu backen. Einfach in die Kuchenform, in den Ofen, warten und fertig. 

ALSOOO, damit ich es selbst nicht vergesse, was ich denn da gebacken habe: 

Eine Schüssel, dort warf ich 6 Eier hinein, dabei fiel mir mein Dattelmus ein, genau, diesen Rest löffelte ich dazu. Mein letzter Rest von meinen Erdmandelflocken (muss unbedingt neue nachkaufen) , dann bisschen Kokosmehl reingeschüttet. Dann stach mir das Bio-Vollkorn-Mehl ins Auge. Hm, grübelte ich. Ach komm, dieses Mehl ist bisschen besser und gesünder als die herkömmlichen Mehle. Und hält das Backwerk besser zusammen. Also schüttete ich davon etwas hinein. Dann bisschen Birkenzucker und Kokosblütenzucker. Und Weinsteinbackpulver. Ich hielt dann für einen Moment das Mandelmus in der Hand und überlegte, ob ich davon noch was reintue. Aber ich war mir nicht so sicher und befürchtete, den Kuchen dann zu versauen. Also ließ ich es. Dann noch gemahlene Vanille und Zimt. Alles schön verrührt…zwischendurch klingelte der Postbote, dass mir vor Schreck der Teig kurz um mich spritzte, weil der Hund so laut bellte…dann bei 160 grad langsam gebacken. Nach ungefähr 45 Minuten war alles palletti. Weil der Teig erst so flüssig war, bezweifelt ich, dass das überhaupt was wird. Aber der Brotkuchen oder das Kuchenbrot ist perfekt gelungen. Schmeckt wie Brot mit einem Hauch von Süße. 😋

Es schmeckt allen gut. 

Da wurde gleich geschmatzt, direkt frisch dampfend aus dem Ofen. 

Und nun hat die Andere immer noch (schon wieder) Hunger und hat sich das hier kreiert: 

Und nun ein schönes Wochenende, leider wieder ohne Sonne. 

27 Antworten auf „Brotkuchen oder Kuchenbrot

  1. wow…..sieht richtig gut aus….die Chancen, dass ich es jemals ausprobieren würde, ist gering, ich habe fast nix Deiner Zutaten😅😅😅 Klasse, dass Deine Kinder so durchhalten! (und Du es unterstützt!!!)

    Gefällt 3 Personen

  2. was ist denn an gluten ungesund, wenn man keine unverträglichkeit hat? hab letztens erst einen bericht gesehen, dass der trend zum verzicht auf diese dinge (auch laktose) nicht besonders sinnvoll ist, wenn man keine entsprechende krankheit hat. aber zuckerverzicht, ja, das ist sicher eine gute sache und vor allem auch eine große herausforderung. dein brotkuchenbrot sieht sehr…brotig aus. ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, dass es anders schmeckt als normales brot. ich glaube es aber natürlich, vor allem wenn die beiden kritikerinnen es verputzt haben. 🙂

    ich hasse ja backen und wenn ich das auch noch freestyle machen müsste, käme erst recht nichts heraus. ich koche lieber, und das liebend gerne einfach planlos und drauflos. 🙂

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    1. Ob sinnvoll oder nicht, jeder gibt sein Senf dazu und scheint alles zu wissen. Bericht hin, Bericht her.
      Man sollte das tun und essen, was dem Körper gut tut. Es sind viele Krankheiten und Unverträglichkeiten auf dem Vormarsch und keiner weißt warum. Obwohl das klar auf der Hand liegt.
      Ich hatte irgendwann gemerkt, das ich das nicht mehr vertrage. Und seit dem ich so gut wie kaum noch Gluten zu mir nehme, dass es mir wesentlich besser geht.
      Wenn du magst , kannst du den Artikel mal überfliegen, damit man das ganze versteht warum.
      Wer es verträgt, kann es ja essen.
      https://www.google.de/amp/s/www.paleo360.de/gesunde-ernaehrung/lektine-sind-schaedlich/amp/

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        1. Wie sagt man so schön: die Menge macht das Gift.
          Man isst ja nicht von morgens bis abends Brote. Und meine Kids essen auch weiterhin Brot, nur für mich backe ich eigentlich. Und da lasse ich sie auch probieren von meinen leckeren glutenfreien Brote oder Kuchen. Was ich eh nicht so oft mache. Ich koche und backe nur, weil ich Hunger oder Lust drauf, sonst steh ich nicht gerne in der Küche, aber bei drei-vier Kindern bleibt das nicht aus und stehe manchmal den ganzen Tag darin. Dann fange ich an zu fluchen 😅

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