Zum Sterben in den Wald 

Wer will schon sterben? Niemand! Jeder will ein langes Leben. Dann gibt es aber die Lebensmüden. Die wollen sterben. Bei den Einen ist es ein Aufschrei. Und dann gibt es die, die wollen sterben. Da kannst du tun und machen was du willst, diese lassen sich davon nicht abbringen und wählen die Zeit aus, wo es niemand ahnt und mitbekommt. Und bringen sich dann einfach um. Und dann gibt es welche, die gehen in den Wald. In einem großen, tiefen, düsteren Wald wo sie niemand findet. Aber nicht in irgendeinem dunklen, finsteren Wald. 

Habt ihr schon mal von dem Baummeer gehört oder gelesen, den Selbstmordwald Aokigahara? – Dieser riesige, gigantische Wald befindet sich in Japan am Fuße des Fujis. Und wenn du dich in diesem undurchdringlichen Gruselwald verläufst, und das auch noch ohne Proviant und Wasser, dann Prost Mahlzeit, dann bist du so oder so dem Tode geweiht. Die Geister der Toten, die „yūrei“ werden dich holen und wenn du richtig Pech hast, wird man nicht mal deine Leiche finden. 

Dorthin gehen die Selbstmörder. Und schlimmer noch, früher wurden die Alten und Kinder oft zum Sterben ausgesetzt, wie bei Hänsel und Gretel, wenn die Familien zu arm waren.

Wäre ich nicht über den Roman „Suicide Forest“ gestolpert, hätte ich wohl nie von diesem Wald erfahren. Ein Roman, der sich an einem realen Ort, mit wahren Hintergründen, abspielt, in diesem der Autor Jeremy Bates fikitive Begebenheiten eingebaut hat. Sozusagen ein halbdokumentarischer Horror-Thriller. 

Da mich das Ganze neugierig gemacht hatte, habe ich natürlich in Google über diesen Selbstmordwald recherchiert und bin dann auch noch über den Film „The Forest“ gestolpert, der sich auch dort abspielt. 

Natürlich musste ich mir den Film angucken, wo ich doch gerne Horrorfilme gucke und wollte mich gruseln lassen. Aber ich glaube, ich bin schon zu abgehärtet, und fand den Film nicht grad spektakulär und das Ende war auch doof. 

Um vom Horrortrip wieder runterzukommen, hatte ich mir dann was ganz anderes angeschaut, und zwar „Die Entdeckung der Unendlichkeit“. Der Film war richtig Klasse und hatte sogar ein Tränchen im Auge. Ich finde Stephan Hawking cool, das ist Superman hochintelligent! Und sein Buch hatte ich damals auch mit großem Interesse gelesen und steht noch bei mir im Bücherregal.