Auf einem Ast…

…sammelten sich viele kleine Regentropfen. Die liefen in der Maserung des Holzes zusammen. Vereinten sich und wurden zu einem großen Tropfen.

Ein großer, im Schein der Straßenlaternen, schillernder Regentropfen hing dann schwer vom Ast herunter.

Immer weiter plätscherte der Regen herunter auf den Ast und kleine Rinnsale flossen weiter zum großen Tropfen.

Dick und schwer hängend konnte ihn nichts mehr halten als der dicke Wassertropfen dann fiel.

Er fiel und fiel, langsam und gemächlich, funkelnd und schillernd…nicht vor mir, nicht hinter mir, es platschte direkt auf meinem Kopf.

Kalte Hände tief in den Taschen, wischte ich ihn nicht fort. Zu Hause vergaß ich die kleine Wasserperle.

Und als ich mich wieder erinnerte, berührte ich mein Haupte. Aber da war der Regentropfen längst verdunstet.

Ein Regentropfen müsste man sein. So kommt  man um die ganze Welt. Man tropft herunter, verdunstet, steigt auf, um an anderer Stelle wieder zu fallen.

Zum Beispiel auf dem Kopf eines Menschen, dass durch nasskalte Straßen, unter den Bäumen, unter den Ästen, dahinflitzt.