Der Morgenstern in der Brust

Schwer sitzt der Schmerz dort.
Mittendrin in der Brust vom Morgenstern getroffen.
Es zieht und sticht.
Dort ist der harte Morgenstern steckengeblieben.
Und dreht sich herum mit seinen spitzen Zacken.
Es tut höllisch weh. Ein schwere Last.
Es ist nicht abzuschütteln, nicht herauszuziehen.
Die Zacken des Sternes haben sich darin verfangen
und manchmal zieht jemand von außen daran, damit das noch viel mehr schmerzt.
Mein Gesicht verzieht sich nicht. Ich zeige meinen Schmerz nicht.
Niemand sieht diesen Morgenstern in meiner Brust.
Manchmal wird der so schwer, und weiß nicht, wie lange ich dies mit mir rumtragen kann.
Aber man lässt mich diese Last nicht ablegen.
Die sitzt da tief in mir.
Meine Seele gramgebeugt, wie lange noch?
Der Morgenstern sitzt tief in meiner Brust. Es tut weh.

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11 Antworten auf „Der Morgenstern in der Brust

  1. das glaube ich dir sofort, dass das, dass der, der zackige alte mittelalterüble morgenstern dir wehtut…
    aber…
    es ist nur ein virtueller, ein gedanklicher, und kein wirklich realer solcher, DAS musst du im kopf behalten, wenn du dich dieser gewaltig gelungenen zeilen entledigst…
    und hierdurch sollte sich dieser morgenstern, der doch so einen schönen namen eigentlich hat glatt gedanklich vom üblen mittelaltermordinstrument zum schön hell leuchtend strahlenden morgenstern am himmel wandeln, der venus, dir, meiner langjährigen kosmosfreundin, doch nur allzu gut bekannt, nicht wahr?!
    im übrigen kenne ich genau dieses fänomen auch, es befiel auch mich mal viele jahre zurück, aber mir gelang die wandlung, ich wünsche sie auch dir, von herzen…

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    1. Du bist der einzige, der das verstehen kann und weiß wie sich das anfühlt.
      Man ist aber in diesem Moment machtlos, wenn man volle Wucht davon getroffen wird. Dabei habe ich diesen Morgenstern, dieses machtvolle brutale Kriegsinstrument, auf mich zu fliegen sehen, aber ich konnte nicht ausweichen.
      Ja, hoffentlich wird daraus ein wundervoller Stern, der leuchtet und strahlt und mich erwärmt.
      Ich habe aber Angst, eines Tages nicht mehr hochzukommen, es wird immer schlimmer. 😦

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      1. ja, deine sorgen sind berechtigt, denn zunächst geht es immer weiter mit dem verdammten morgenstern iin der brust talabwärts solange, bis die absolute talsohle erreicht ist…du denkst dann, du bist tot, oder totnah…, aber genau dort beginnst du dann wieder zu leben, und diese wiedergeburt habe ich vor vielen jahren erlebt und es lohnt sich durchzuhalten, ja, glaub mir, also halte durch, egal was…

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        1. Es bleibt mir ja nichts anderes übrig als weiter zu machen. ich kann mich nicht hinsetzen und sagen, ich kann nicht mehr. Noch funktioniere ich weiter.
          Jetzt hab ja jetzt erst mal Zwangsurlaub und versuche mich zu erholen, nur der Schmerz sitzt trotzdem da.

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          1. er ist da, ja, bei zwangsurlaub erst recht! der gag dabei ist aber zu allererst mal, ihn zu spüren, nicht dich dagegen zu wehren, ihn allumfassend zu ertragen … und später erst ihn jagen … naja, das weisst du ja selbst…ist denn wirklich kein ende des zwangsurlaubs in sicht?

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